Geteiltes Echo auf Katzen-Verordnung:

Streuner-Kastration kommt Gemeinden teuer zu stehen

Unter „Gefahrenabwehr“ verbucht der Haushalt der Kleinseenplatte die Kastration freilaufender Katzen. Dass Kommunen per Landesverordnung zur Sterilisierung der Streuner verpflichtet werden, löst kontroverses Echo aus.

Mitfühlende Menschen nehmen sich häufig auch streunender Katzen an, indem sie ihnen regelmäßig Futter hinstellen. Doch letztlich steigt die Zahl der herrenlosen Tiere.
Kathrin39 - Fotolia Mitfühlende Menschen nehmen sich häufig auch streunender Katzen an, indem sie ihnen regelmäßig Futter hinstellen. Doch letztlich steigt die Zahl der herrenlosen Tiere.

Kater Felix und Katze Minka sollen bald keine Katzenbabys mehr bekommen. So will es eine neue Landesverordnung, die eine Kastration für freilaufende Katzen vorschreibt. Daran angeknüpft ist die Pflicht, dass Städte und Gemeinden die „Streuner“ sterilisieren lassen- was angesichts der Kosten Diskussionen auslöst.

In Mirow wurden in diesem Jahr zwölf Katzen in Mirow kastriert. Die Kosten von 1000 Euro stehen im Haushalt der Kleinseenplatte unter „Gefahrenabwehr“. Und wie weiter? „Bisher gibt es keine Informationen, wie wir das zu behandeln haben“, sagt Amtsmitarbeiterin Petra Mewes. Der Haushalt für 2015 sei bereits verabschiedet, die Höhe der Mehrkosten noch nicht abschätzbar.

Corinna Bahr, Vorsitzende des Neustrelitzer Tierschutzvereins, begrüßt die Landesverordnung. So könne endlich das Katzenelend beendet werden. Doch die Tierfreundin befürchtet, dass viele ­Katzenbesitzer ihre Tiere aussetzen oder im Tierheim abgeben, weil sie die Kastration nicht bezahlen wollen oder können.

Die Stadt Neustrelitz steht der Verordnung sehr kritisch gegenüber. „Man würde in das Eigentumsrecht von Tierhaltern eingreifen“, meint Stadtsprecherin Petra Ludewig. Sie verweist auch auf die angespannte Haushaltslage vieler Kommunen. Wenn die Katzenpopulation schädliche Auswirkungen für Menschen oder Nutztiere hätte, würden Ordnungsämter auch ohne Verordnung handeln.

 

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