Stadtwerke machen ein Angebot:

Strom- und Gaspreis auf Talfahrt

Die Stadtwerke Neustrelitz senken in fast allen ihren Sparten die Preise, in einem Fall sogar rückwirkend. Nur beim Wasser bleibt alles schon seit Jahren unangetastet.

Der Zähler wird sich auch im kommenden Jahr gleich schnell drehen, aber die Kosten sollen sinken.  
Jens Büttner Der Zähler wird sich auch im kommenden Jahr gleich schnell drehen, aber die Kosten sollen sinken.  

Die Neustrelitzer Fernwärmekunden haben von den Stadtwerken ein Preisangebot erhalten, das man wohl nicht ausschlagen kann. Rückwirkend zum 1. Januar des laufenden Jahres 2014 können die Verbraucher von günstigeren Tarifen profitieren. Entsprechende Vertragsänderungen müssen nur von den Abnehmern bestätigt werden. „Es ist uns in diesem Jahr erstmals gelungen, den immer wieder schwankenden Weltölpreis von unserem Fernwärmepreis abzukoppeln“, so Stadtwerke-Geschäftsführer Frank Schmetzke. „Außerdem ist die Kreditbelastung für unsere Kraftwerkslandschaft gesunken, auch das geben wir an die Kunden weiter.“ 

Auch in den Sparten Strom und Gas können sich die Verbraucher auf sinkende Preise freuen, obwohl diese sich sicherlich nicht gravierend aufs Familienbudget auswirken. So bleiben im kommenden Jahr beim Strom durchschnittlich (2000 Kilowattstunden) zehn Euro pro Jahr mehr im Portemonnaie, beim Gas sind es bei durchschnittlichem Verbrauch (20 000 Kilowattstunden) immerhin 40 Euro. Bei den Umlandkunden der Stadtwerke fällt der Vorteil beim Strom in Abhängigkeit von Netzgebühren und der geringen Anschlussdichte niedriger aus (knapp fünf Euro pro Jahr). Beim Gas wirkt sich das nicht aus. Die Senkungen treten zum 1. Januar im Stadtgebiet und zum 1. Februar im Umland in Kraft.

Der seit Jahren nicht veränderte Wasserpreis wird auch 2015 nicht angefasst. Allerdings stünden sinkender Verbrauch, demografisch bedingt, und konstanter Aufwand in einem immer ungünstigeren Verhältnis, erläuterte Schmetzke. Die Stadtwerke denken darüber nach, für 2016 den Anschlusspreis zu erhöhen und den Verbrauchspreis zu senken. Davon profitieren würden in diesem Fall nur Haushalte, bei denen der Hahn oft aufgedreht wird.