Drei Modelle und jede Menge Skepsis:

Theater braucht noch immer einen Rettungsring

Neben den Forderungen der Landesregierung gibt es für die Neustrelitzer Bühne auch zwei Zukunftsmodelle aus der eigenen Region. Daran, wie öffentlich sie diskutiert werden sollen, scheiden sich jetzt die Geister.

Theater in schwerer See: Ist das Mehrspartenhaus noch zu retten?
Jens Büttner, lassedesignen - Fotolia.com, Composer - Fotolia.com, Montage: Jörg van Betteray Theater in schwerer See: Ist das Mehrspartenhaus noch zu retten?

Drei Modelle und jede Menge Misstrauen: Ob das Neustrelitzer Theater in seiner Eigenständigkeit zu retten ist, darüber gibt es auch nach einer Sonder­sitzung des Stadtvertreter-Ausschusses für Kultur und Tourismus noch kein Stückchen mehr Gewissheit. Immerhin wird aber weiter um eine Lösung gerungen.

Den Plänen der Schweriner Landesregierung zufolge soll die Theater und Orchester GmbH (TOG) in einem Staats­theater Ost mit den Bühnen in Stralsund und Greifswald fusionieren. In der Residenzstadt gäbe es dann nur noch ein musikalisches Schauspiel mit 16 Ensemble­mitgliedern sowie eine Zentralwerkstatt. Opern- und Ballettaufführungen würden aus Stralsund und Greifswald „importiert“.

Dennoch blieben Fragen offen - ebenso allerdings bei einer Machbarkeitsstudie, die vom Förderverein des Landes­theaters, dem Theaternetzwerk Mecklenburgische Seenplatte und dem Geschäftsführer der Deutschen Tanzkompanie, Wilhelm Denne, favorisiert wird. Sie zielt auf den Erhalt eines Vierspartentheaters, durch Mehr­einnahmen bei den Besuchern und Einsparungen etwa bei Honoraren. Ein drittes, von den Gewerkschaften vorgelegtes Modell sieht ebenfalls den Erhalt der Eigen­ständigkeit des Theaters vor.

Für Prüfung der Modelle bleibt nicht viel Zeit

Gemeinsam mit Intendant Joachim Kümmritz sollen jetzt in einer kleinen Experten­runde die Zahlen geprüft werden. In der Runde sitzen sowohl ­Neustrelitzer Stadtvertreter als auch Bürgermeister Andreas Grund sowie Marco Zabel, stellvertretender Vorsitzender des Theater-Fördervereins. Mit dabei ist auch SPD-Stadtvertreter Michael Körner, der unterdessen empfahl, dass die Öffentlichkeit von der Expertenrunde ausgeschlossen werden soll.

Viel Zeit ist nicht mehr, um das Thema gründlich zu bearbeiten. Ende März sollen sich alle theatertragenden Kommunen im Osten des Landes positionieren.

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