Finanzierungsmodelle auf dem Prüfstand:

Theaterzukunft: Jetzt soll Wirtschaftsprüfer ’ran

Kann man wirklich so wirtschaften? Das Solidar­modell für ein Mehrspartentheater in Neustrelitz soll jetzt auf Herz und Nieren geprüft werden. Es gibt aber mindestens einen Haken.

Den Plänen der Landesregierung für ein Staatstheater Nordost haben am 22. Januar in Neustrelitz mehr als 1000 Menschen eine klare Absage erteilt.
Gernot Freund Den Plänen der Landesregierung für ein Staatstheater Nordost haben am 22. Januar in Neustrelitz mehr als 1000 Menschen eine klare Absage erteilt.

Knapp eine ­Woche nach der großen Kundgebung für den Erhalt der Eigenständigkeit des Neustrelitzer Theaters haben am Mittwoch erneut die Köpfe geraucht. Eine eigens für das Thema Theaterzukunft gebildete Expertenrunde hat sich mit den beiden vorliegenden Modellen beschäftigt.

Zum einen gibt es das Eckwertepapier der Landesregierung mit dem Ziel eines riesigen Staatstheaters Nordost. Zum anderen wird das vom Theaternetzwerk der Seenplatte vorgelegte Solidar­modell debattiert, mit dem die TOG eigenständig bleiben soll. Die beiden Papiere sollen jetzt auf ihre Wirtschaftlichkeit geprüft werden. Der Prüfer werde nächsten Dienstag im Theater erwartet, kündigt Intendant Joachim Kümmritz an.

Ob ein gegenseitiges Aufrechnen von Solidarmodell und Eckwertepapier zum gegenwärtigen Zeitpunkt sinnvoll ist – da hat Marco ­Zabel vom Theaternetzwerk der Seenplatte seine Zweifel. Im Gegensatz zum Solidar­modell, an dem auch die Gewerkschaften und der Betriebsrat des Theaters mitgewirkt haben, verfüge das Eckwertepapier der Landes­regierung nur über sehr wenige Zahlen. „Details sollen erst ausgehandelt werden, wenn bereits Tatsachen geschaffen sind“, sagt Zabel.

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