Spender gesucht:

Tierheim kaut schwer an alltäglichen Kosten

Viele Tierheime in Mecklenburg-Vorpommern haben mit erheblichen finanziellen Problemen zu kämpfen. Auch in Neustrelitz ist die Lage nicht völlig entspannt. Die gute Zusammenarbeit mit den Gemeindeverwaltungen und der Rückhalt in der Bevölkerung sorgen allerdings dafür, dass die Tier­hilfe auf absehbare Zeit nicht vor dem Aus steht.

Kathrin Erdmann (links) und Jenny Heidenreich kümmern sich gerne um die Bewohner des Neustrelitzer Tierheims - wie zum Beispiel um die Hunde Ringo (links) und Bella.
Sophie Ludewig Kathrin Erdmann (links) und Jenny Heidenreich kümmern sich gerne um die Bewohner des Neustrelitzer Tierheims - wie zum Beispiel um die Hunde Ringo (links) und Bella.

Wer ein Haustier hat, weiß, dass die kleinen Vierbeiner nicht immer nur Freude bringen, sondern auch einiges an Zeit und Geld benötigen. In einem Privathaushalt sind die Kosten zwar meist noch überschaubar, aber wenn man sich wie der Neustrelitzer Tierschutzverein um mehr als 30 Tiere kümmern muss, dann sieht die Sache schon ganz anders aus. Auch die Tierheime in Neustrelitz haben jährlich jede Menge Ausgaben zu stemmen.

Bei den Katzenheimen der Tierschutzvereine Mohrchen e. V. und Pfötchenhilfe e. V., die sich ausschließlich durch Spenden und Vermittlungsgebühren finanzieren, bleibt am Ende des Jahres kaum etwas an Geld übrig. „Wenn bei uns jetzt eine ­Seuche ausbrechen würde, wäre das eine absolute Kata­strophe, denn die Tierarztkosten wären einfach zu hoch“, meint Anne-Katrin Keuer von der Pfötchenhilfe.

Beim Neustrelitzer Tierschutzverein kommen neben den Ausgaben für Tierarztbehandlungen, Tier­futter und Hygieneartikel noch die Personalkosten für zwei Angestellte und eine Auszubildende hinzu. „Das ist bei uns der größte Posten, und mit der Einführung des Mindestlohns sind sie noch mal kräftig gestiegen“, sagt Nancy ­Stirnemann, die Kassen­wartin des Tierschutzvereins. „Außerdem verbrauchen wir hier viel Wasser und Heizöl für unsere Warmzwingeranlagen“, fügt die Vereinsvorsitzende, Corinna Bahr, hinzu.

20 Euro pro Tag und Hund

Die Unterbringung eines Hundes kostet etwa 20 Euro pro Tag, bei einer Katze sind es etwa zehn Euro. „Wir haben im Moment jeweils 15 Hunde und Katzen sowie einige Vögel zu ver­sorgen – da kommt schon ­einiges an Rechnungen zusammen“, erzählt Tier­pflegerin Kathrin Erdmann.

Die meisten Bewohner des Tierheims des Neustrelitzer Tierschutzvereins sind Vierbeiner, die von ihren Besitzern ausgesetzt wurden. In anderen Fällen kümmern sich die Angestellten und ehrenamtlichen Mitarbeiter des Tierheims um vernachlässigte und verwahrloste Tiere, die den Besitzern durch das Ordnungsamt entzogen werden mussten.

Dank der Fundtierverträge mit der Stadt Neustrelitz, dem Amt Kleinseenplatte und dem Amt Feldberger Seenlandschaft fließen dem Tierschutzverein regelmäßig Gelder zu. Diese Pauschalen, die an die Einwohnerzahlen der Gemeinden gebunden sind, sind für die Unterbringung und die Pflege von Tieren vorgesehen, die das Tierheim im Notfall aufnimmt. „Wir freuen uns, dass die Zusammenarbeit so gut klappt, aber trotzdem sind dadurch noch nicht alle Kosten gedeckt. Auf Spenden sind wir immer angewiesen“, erklärt die Vereinsvorsitzende. Egal ob Geldspenden oder Sachspenden in Form von Futter und Spielzeug, alles sei willkommen.

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