Seuchenverdacht abgewendet:

Tote Vögel sind wohl Opfer des Sturms

Rätsel gelöst: Der Finder der verendeten Grünfinken, die dem Naturschützer Erwin Hemke vor die Haustür gelegt wurden, hat sich gemeldet.

In einer Tüte fand Hemke die toten Vögel.
Tobias Lemke In einer Tüte fand Hemke die toten Vögel.

Das Rätsel um die toten Grünfinken, die der Neustrelitzer Naturschützer Erwin Hemke am Wochenende vor seiner Haustür gefunden hat, ist gelöst. Der Schwarm kam bei den Orkanen ums Leben, die Anfang Januar über der Mecklenburgischen Seenplatte wüteten. Die Vögel hätten in der Krone einer Douglasie in Drosedow gehockte. „Als der Baum umbrach, wurden die Finken erschlagen“, erklärt Hemke.

Ein Drosedower räumte den Baum weg, fand die Vögel und brachte sie zwecks Ur­sachenbestimmung zu Hemke. Er traf den Naturschützer jedoch nicht an, darum legte er ihm den Beutel mit den Kadavern vor die Haustür. Als Hemke heimkehrte, entdeckte er die Tiere, vermutete zunächst eine Vogelseuche oder eine Vergiftung und meldete den Fund dem Nordkurier. Nach dem Zeitungsbeitrag meldete sich der Finder und der Fall wurde aufgeklärt.

Es kommt immer wieder vor, dass Vögel in Stürmen verletzt oder getötet werden, weiß Hemke. Dass ein so großer Schwarm einem Orkan zum Opfer fällt, hat er allerdings noch nicht erlebt. Südlich von Wesenberg habe es vor Jahren einen Fall gegeben, bei dem 100 Graureiher in einem Gewittersturm verendeten, als ihre Horste von den Bäumen geweht wurden.

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