Stadtförster ratlos:

Totes Reh liegt noch immer am Radweg

Niemand hat die Tierüberreste entsorgt. Der Anblick wird immer schlimmer, monieren Leser am Telefon. Doch der Förster kann den Kadaver nicht finden.

Der Kadaver ist von Lesern entdeckt worden.
T. Seidel Der Kadaver ist von Lesern entdeckt worden.

So mancher Radfahrer auf der Neustrelitzer Umgehungsstraße wird einen mächtigen Schrecken beim Anblick des toten Rehs bekommen haben. Die Reste des Rehs haben mindestens vier Tage auf dem Radweg gelegen, der parallel zur Straße verläuft. Andere Tiere hatten das Reh angefressen und somit verstümmelt. Stadtförster Peter Höfener sicherte zu, den Kadaver so schnell wie möglich zu entsorgen. Doch nun erreichte am Montag erneut ein Anruf die Redaktion, weil der Kadaver immer noch nicht fort sei. Auch Tobias Seidel schickte ein Beweisfoto und schrieb ebenfalls: „Das Reh liegt noch immer da. Inzwischen in Einzelteilen.“ Die Leser zeigen sich enttäuscht, dass der Stadtförster sein Versprechen nicht gehalten hat und das tote Tier nun noch ein weiteres Wochenende bei Hitze und Regen den Aasfressern ausgeliefert war. Der Anblick sei scheußlich.

Stadtförster Peter Höfener indes ist ratlos. Zunächst wurde das Tier in die Böschung gezogen, damit niemand mehr den Anblick ertragen muss. Von dort hatten es Füchse auf den Radweg geschleift. Als das Tier jedoch ordnungsgemäß abtransportiert werden sollte, fand der Förster keinen Kadaver mehr. Lediglich ein paar Fell- und Blutreste seien zu sehen gewesen, vermutet Stadtförster Höfener, die richtige Stelle gefunden zu haben. Am Montag sei er den Radweg noch einmal zu Fuß abgelaufen. Einen Kadaver konnte er wieder nicht entdecken. Damit er handeln kann, ist er für jeden Hinweis dankbar.