Leerstand in Mirow:

Traum vom Schloss wird den Investoren zu teuer

Es fehlt nicht an Interessenten für das Untere Schloss nahe der Mirower Schlossinsel. Doch wenn sie erfahren, was da noch alles "dran hängt", machen die meisten einen Rückzieher.

Noch immer ist kein Investor für das Untere Schloss gefunden.
Tobias Lemke Noch immer ist kein Investor für das Untere Schloss gefunden.

Schloss gefällig? Das Untere Schloss in Mirow samt Hofgebäude, Rotdornhaus, Feuerwehrturm und Parkanlage ist noch immer zu haben. Drei Interessenten unterbreiteten der Stadt bereits ihre Kaufangebote, stellten ihre Pläne der Stadtvertretung vor - doch einen neuen Besitzer hat das rund 280 Jahre alte Ensemble, das seit mehr als 20 Jahren leer steht, noch nicht.

Dass der zu zwei Seiten von Wasser umgebene Komplex bislang nicht verkauft wurde, heißt jedoch nicht, dass sich niemand mehr dafür interessiert, sagt der von der Stadt beauftragte Immobilienmakler Manfred Achtenhagen. Ungefähr 25 Interessenten aus dem gesamten Bundesgebiet hätten sich bisher gemeldet, zwölf von ihnen habe er das Objekt gezeigt. „Vor Ort stellt sich immer schnell heraus, ob die Vorstellungen mit der Realität übereinstimmen.“

Dass potenzielle Käufer dann doch Abstand nehmen, liege meist am Investitionsaufwand für die zu sanierenden Gebäude. „Es geht ja nicht nur um das Hauptgebäude, sondern auch um das marode Rotdornhaus, das Hofgebäude, straßenbegleitende Bauten und, und, und.“ Zum von der Stadt geforderten Kaufpreis von 310 000 Euro kämen rund 1500 Euro Sanierungskosten pro Quadratmeter Nutzfläche hinzu. Die Nutzfläche liegt bei rund 3000 Quadratmeter - das macht viereinhalb Millionen Euro. Die Suche geht weiter.

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