Kreisstraße ähnelt eher einem Waldweg:

Über Stock und Stein bis an die Landesgrenze

Die Kreisstraße MST 14 zwischen Dabelow und dem brandenburgischen Retzow ist eher ein Waldweg als eine Straße. Wie lange müssen sich die Anwohner noch mit dieser miesen Verbindung abfinden?

Wann wird diese Straße endlich ausgebaut, fragt Dieter Wegner. Denn die Verbindung zwischen Dabelow und dem brandenburgischen Retzow ist eher ein Waldweg.
Ute Köpke Wann wird diese Straße endlich ausgebaut, fragt Dieter Wegner. Denn die Verbindung zwischen Dabelow und dem brandenburgischen Retzow ist eher ein Waldweg.

Staubfahnen im Sommer, Modderlöcher im Herbst und regelmäßig kaputte Stoßdämpfer kennzeichnen laut Dieter Wegner die MST 14. Der Neustrelitzer nutzt häufig die Straße zwischen Dabelow und dem brandenburgischen Retzow und findet: „Von einer Straße kann man hier gar nicht sprechen.“

Seit 2004 wendet sich Wegner mit schriftlichen Anfragen an den Landkreis, wann die Strecke endlich ausgebaut werde. „Bereits 2005 gehörte die MST 14 zu den Kreisstraßen, die auf der Prioritätenliste standen“, weiß er. Doch der Baustart wurde immer wieder verschoben.

Auch Longin Schöler kennt das Thema. Dem Bürgermeister der Gemeinde Wokuhl-Dabelow wurde 2009 vom damaligen Beigeordneten des Landrats der Ausbau für 2010 zugesichert. „Das ging dann immer so weiter“, berichtet Schöler. Aktuell hört er, nächstes Jahr werde der Abschnitt bis zum Abzweig Richtung Brückentinsee und 2015 die zweite Hälfte bis zur Landesgrenze ausgebaut. „Dem vertraue ich allerdings erst, wenn die Maschinen an der Straße stehen“, betont er.

Auf Nordkurier-Anfrage beim Landkreis heißt es, es komme zu Verschiebungen bei der Umsetzung der Prioritätenliste, da jährlich eine Überarbeitung und Angleichung an die finanzielle Lage erfolge. „Auch die vorgesehene Investition für die Kreisstraße MST 14 musste ein weiteres Jahr verschoben werden. Aus jetziger Sicht ist der Bau ins Haushaltsjahr 2015 aufzunehmen“, heißt es aus dem Landratsamt.

So lange wird Dieter Wegner wohl zehn Kilometer zusätzlich in Kauf nehmen. „Ich habe mir die Stoßdämpfer auf dieser ­Strecke bereits kaputt gemacht“, begründet er seinen Umweg über Fürstenberg.

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