Polizei redet Fahranfängern ins Gewissen:

Unfallberichte gehen Schülern unter die Haut

Unverblümt zeigt die Polizei bei der Aktion „CrashKurs“ Bilder von schlimmen Unfällen, um die Gefahren im Verkehrsalltag ver­deut­lichen. Aber mehr noch als Schockbilder bewegen authentische Erlebnisse die jungen Zuhörer.

Erst vor kurzem war in Neubrandenburg ein Motorradfahrer tödlich verunglückt.
Oliver Wunder Erst vor kurzem war in Neubrandenburg ein Motorradfahrer tödlich verunglückt.

Als auf der Leinwand das Bild einer glücklich lächelnden Familie auf der Leinwand erscheint und Diethardt Ehlert die Geschichte seines tödlich verunglückten Sohnes erzählt, muss eine junge Frau bei der Aktion "CrashKurs" an der Beruflichen Schule Neustrelitz den Saal verlassen. Die Schilderung geht zu sehr ans Herz - mehr noch als die Schockbilder eines zertrümmerten Motorrads oder eine blutbeschmierten Lenkrads.

Beim „CrashKurs“ berichten Polizisten und Retter von ihrer Arbeit, und Angehörige tödlich verunglückter Jugendlicher erzählen von ihren Schicksalen - um Jugendliche für die Gefahren im Straßenverkehr zu sensibilisieren. "Wir wollen berichten, wie stark ein Unfall das Leben verändert", erklärt Torsten Dowe vom Polizeipräsidium Neubrandenburg.

Feuerwehrmann Jens Peters aus Malchin stieß bei schlimmen Einsätzen an seine Grenzen und hat die Feuerwehrjacke inzwischen an den Nagel gehängt. Von schrecklichen Unfällen erzählen auch Notarzt Thomas Hanff und Polizist Thomas Gebel. Solche Schilderungen verfehlen ihre Wirkung auf die jungen Leute nicht. Auch nicht bei Jenny Kobow, die von sich sagt, selbst auf eine sichere Fahrweise zu achten. Es gebe aber eben auch unvernünftige Raser in ihrer Altersklasse. Bei denen hinterlasse der „CrashKurs“ sicher ein paar Fragezeichen.  

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