Rätsel um Gruft auf der Schlossinsel:

Uraltes Geheimnis hinter nagelneuer Tür

Eine handwerkliche Meisterleistung haben zwei Tischlermeister auf Mirows Schlossinsel vollbracht. Nur das Rätsel, das sich hinter dem Portal verbirgt, müssen wohl andere lösen.

Das ist echte Handwerkskunst: Die neue Tür an der kleinen Gruft auf Mirows Schlossinsel. Tischlermeister Lars Henschel (rechts) und Helfer Bernd Schulz richten das Schloss. Das kleine Foto zeigt, wie die alte Tür aussah.
Susanne Böhm Das ist echte Handwerkskunst: Die neue Tür an der kleinen Gruft auf Mirows Schlossinsel. Tischlermeister Lars Henschel (rechts) und Helfer Bernd Schulz richten das Schloss. Das kleine Foto zeigt, wie die alte Tür aussah.

Wer ruht in der Keyserlingkschen Gruft? Das ist eines der letzten großen Geheimnisse auf Mirows Schlossinsel. Zwei Särge stehen in der kleinen Grabkammer neben der Kirche. Niemand weiß, wessen sterbliche Überreste darin liegen. Es wird seine Zeit brauchen, bis auch dieses Rätsel gelöst ist.

Zunächst einmal aber haben sich jetzt die beiden Tischlermeister Jochen Gundlach und Lars Herschel um eine neue Tür für das Grabgebäude gekümmert. In vier Monaten Arbeit entstand ein Meisterwerk alter Handwerkskunst. „Die alte Tür, wohl an die 200 Jahre alt, war aufgebrochen und ganz kaputt gemacht. Sie schloss nicht mehr“, erklärt Jochen Gundlach. Zusammen mit seinem ehemaligen Lehrling und späteren Nachfolger Lars Herschel baute der 76-jährige pensionierte Tischler das Portal weitgehend originalgetreu nach – ehrenamtlich, ohne einen Cent dafür haben zu wollen.

Wer hinter der neuen Tür ruht – das wollen die Mirower gern erforschen lassen, sobald sich die Gelegenheit ergibt. „Bei den Erbauern der Gruft muss es sich um das Adelsgeschlecht derer von Keyserlingk handeln“, sagt der pensionierte Pastor Joachim Thal. Er weiß von einer verschollenen Zeichnung aus dem 1920er Jahren: "Darauf trägt das Dach eine Art Haube, in der die Inschrift Keyserlingksche Gruft steht.“ 

 

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