Blinde Zerstörungswut:

Vandalen toben sich am Erlebnispfad aus

Gerade erst aufgestellt und schon demoliert - eine Infotafel auf Woldegks noch jungem AgrarNatur-Erlebnispfad musste dran glauben. Einige weitere Stationen fehlen schon aus anderen Gründen.

So schick sahen die Schilder aus, als der Agrar-Erlebnispfad eröffnet wurde. Jetzt fehlen schon mehrere Infotafeln.
Archiv Susanne Böhm So schick sahen die Schilder aus, als der Agrar-Erlebnispfad eröffnet wurde. Jetzt fehlen schon mehrere Infotafeln.

Der schicke neuer AgrarNatur-Erlebnispfad in Woldegk ist von Vandalen heimgesucht worden. Auf einem der orangefarbenen Metallständer in der Ernst-Thälmann-Straße hängen nur noch die kläglichen Reste einer Infotafel. Darauf sollten in Text und Bild eigentlich historische Ackerkulturen erklärt werden, die dahinter in einem Beet wachsen. Doch Kratzer am Pfahl zeigen: Hier wurde rohe ­Gewalt angewendet.

Woldegks AgrarNatur-Erlebnispfad führt zu fast 50 Stationen, die in der ganzen Stadt verteilt liegen.
Wie ein Freilichtmuseum angelegt, ist der Rundweg, der alte Getreidesorten, mittelalterliche Heil­pflanzen, Kräuter, Sträucher und Bäume mit fast ver­gessenem Nutzwert vorstellt. Erst im Sommer 2013 war der Lehrpfad, der rund 76 000 Euro gekostet hat, aufgebaut worden.

Von einem größeren Problem mit Vandalismus am Erlebnispfad will Manfred Balzer aus dem Bau- und Ordnungsamt der Windmühlenstadt aber nicht sprechen. Zwar fehlen schon mehrere Infoschilder, allerdings aus anderen Gründen: So war in der Bahnhofstraße eine Autofahrerin unglücklich von der Straße abgekommen und gegen einen der Ständer geprallt. In der Ernst-Thälmann-Straße fehlt zudem eine Beschriftung, weil die dort geschilderte Saat im Boden nicht aufgegangen war und die Beschriftung daher zunächst wieder abgenommen wurde.

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Kommentare (1)

76000 Euro für einen Lehrpfad... Früher wurde dieses Wissen über den Heimatkundeunterricht und den Schulgarten vermittelt.