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Verein zeigt Landesplänen die Rote Karte

Die Mecklenburg-Strelitzer machen erneut ihre Forderung nach einem Wiederaufbau des Neustrelitzer Residenzschlosses deutlich. Und sie fordern den Landtag auf, den Realisierungswettbewerb zum Schlossberg zu stoppen.

Das Residenzschloss Neustrelitz soll wieder aufgebaut werden, fordert der Residenzschlossverein. Das Land hat einen Wiederaufbau in seiner jüngsten Wettbewerbsauslobung aber ausgeschlossen.             
Archiv/Jung Das Residenzschloss Neustrelitz soll wieder aufgebaut werden, fordert der Residenzschlossverein. Das Land hat einen Wiederaufbau in seiner jüngsten Wettbewerbsauslobung aber ausgeschlossen.  

Rote Karte für den Realisierungswettbewerb zur Gestaltung des Schlossbergareals:  "Stoppen Sie diesen Wettbewerb", fordert der Residenzschlossverein Neustrelitz in einem Brief an den Landtag Mecklenburg-Vorpommerns. Der Regierung werfen die Mitglieder Geldverschwendung für all jene Mittel vor, die nicht der Vorbereitung für einen Wiederaufbau des Schlosses dienen. Der Verein erneuert zudem seine Forderung, die historische Schloss-Fassade von 1909 wieder aufzubauen und dem Schlossinnenraum eine moderne Nutzung zu geben. Der Keller als Teil des Denkmals Schlossberg soll in vollem Umfang saniert und der Schlossturm unabhängig vom Gesamtgebäude jetzt schon wieder aufgebaut werden.

"falsch und schädlich"

Der vom Land ausgelobte Wettbewerb zielt hingegen aus Sicht des Vereins in eine andere Richtung. Deshalb ist er "nicht nur überflüssig, sondern auch falsch und schädlich", heißt es in dem Schreiben. In den Wettbewerbsbedingungen steht entgegen früheren Gesprächen ausdrücklich, dass es nicht um einen Schlosswiederaufbau geht.

Schlossverein fühlt sich erpresst

Der Verein bemängelt zudem, dass für einen Entwurf durch "fremde Landschaftsplaner" nur drei Monate Zeit blieben. Die Theater und Orchester GmbH werde als wichtigster Nutzer des Schlossbergs - für die sommerlichen Festspiele im Schlossgarten - nicht in die Vorbereitungsphase eingebunden.

Überdies fühlt sich der Residenzschlossverein durch das Land erpresst. In der Neustrelitzer Gesprächsrunde vor der Wettbewerbsauslobung sollen Sätze gefallen sein wie "Wenn Sie jetzt nicht nehmen, was wir vorgesehen haben, passiert nichts mehr auf dem Schlossberg". 

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