Urteil nach Spielabbruch:

Victoria Neustrelitz gewinnt vor Gericht

Für das Sportgericht war die Schuldfrage bei den diffusen Begleitumständen der Fußball-Partie zwischen dem Demminer SV 91 und der SpVgg Victoria Neustrelitz klar beantwortet.

Das Fan-Gebaren, das am 1. Advent 2015 zum Spielabbruch führte, kostet den Gastgeber Demminer SV drei Punkte.
Ralf Scheunemann Das Fan-Gebaren, das am 1. Advent 2015 zum Spielabbruch führte, kostet den Gastgeber Demminer SV drei Punkte.

Das Sportgericht hat am Donnerstagabend das Urteil zum abgebrochenen Landesklasse-Fußballspiel zwischen dem Demminer SV 91 und der Spielvereinigung Victoria Neustrelitz vom 29. November 2015 gefällt. Aus Sicht des Vorsitzenden Andreas Giermann und seiner beiden Beisitzer hat der Gastgeber, der Demminer SV 91, Schuld am Spielabbruch, weil er als Heimverein für die Sicherheit und Ordnung der Spielstätte hätte sorgen müssen. Dementsprechend wird die Partie mit 3:0 Toren und 3 Punkten für die Neustrelitzer gewertet. Zudem kassiert der DSV eine Geldstrafe in Höhe von 200 Euro. "Das ist das einzig richtige Urteil, das gefällt werden konnte", kommentierte Victorias Vorsitzender René Oswald die Entscheidung.

Demminer Fans hatten am 1. Advent vor dem Spiel und in der Halbzeitpause auf der Friesenhöhe Bengalos gezündet. Nach einer Stunde hatte der Neustrelitzer Torwart mit der Begründung, er fühle sich bedroht, das Spielfeld verlassen. Daraufhin brach der Schiedsrichter das Spiel ab.

Nach Zustellung des schriftlichen Urteils hat der Demminer SV sieben Tage Zeit, Einspruch zu erheben.

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Kommentare (2)

Endlich mal ein Torwart mit Chuzbe. Wünscht man sich öfter. Das sollte mal der Torwart von Hansa Rostock auch öfter machen.

soll der Torwart vom FC Hansa das Spielfeld verlassen. Wird er öfter bedroht? Habe da noch nichts von gehört oder gelesen.