Drama auf der Weide bewegt die Gemüter:

Viel Mitleid mit vernachlässigten Schafen

Wie kann der Herde in Lindenberg geholfen werden? Ein Landwirt aus Wokuhl bietet seine Hilfe an. Das Veterinäramt sieht keine Versäumnisse.

Zu Wochenbeginn berichtete der Nordkurier über die sterbenden Schafe in Lindenberg. Das Schicksal der Tiere bewegt viele Menschen.
Susanne Böhm Zu Wochenbeginn berichtete der Nordkurier über die sterbenden Schafe in Lindenberg. Das Schicksal der Tiere bewegt viele Menschen.

Das Schicksal der sterbenden Schafe in Lindenberg bewegt viele Menschen. Seit Wochen verendet ein Schaf nach dem anderen auf der Weide. Landwirt Rudi Böhs aus Wokuhl fuhr sogar selbst in das Dorf bei Userin, nachdem er im Nordkurier von der Herde gelesen hatte. Bei seinem Besuch lag wieder ein Tier hilflos zappelnd auf der Seite. „Ich habe durch den Zaun gegriffen und ihm wieder auf die Beine geholfen“, erzählt Böhs. Seinen Gesamteindruck von der Herde beschreibt er als kritisch.

Rudi Böhs rät: Die Herde muss umgehend und radikal gegen alle Parasiten behandelt werden, dann müssen die Schafe auf eine andere Weide umziehen, damit Eier und Larven der Schädlinge absterben. In Zukunft müssen die Schafe nach Ansicht des Landwirts regelmäßig die Weide wechseln.

Der Besitzer der Schafe ist für den Nordkurier weiterhin nicht erreichbar. Veterinäramtsleiter Dr. Guntram Wagner betont, seine Behörde sei keinesfalls untätig. Mehrfach habe sein Amt Druck auf den Besitzer und den von ihm beauftragten Pfleger ausgeübt. „Wir haben eine Ordnungsverfügung erlassen und ein Zwangsgeld angedroht – das schien allerdings nicht zum Erfolg zu führen“, so Guntram Wagner. Der Besitzer habe nun glaubhaft versichert, sich an alle Auflagen zu halten. Dennoch werde das Veterinäramt die Herde jetzt „verschärft im Auge behalten“. Einen Anlass, härter einzuschreiten, die Tiere gar einzuziehen, sieht Guntram Wagner nicht.

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