Ärger über pauschale Kosten:

Vollverpflegung in der Kita - Eltern haben keine Wahl mehr

In den Kinder­tagesstätten der Stadt Neustrelitz muss die Vollverpflegung künftig bezahlt werden - egal, ob die Kinder anwesend sind oder nicht. Das finden nicht alle gut.

Gemeinsames Frühstück in der Kita ist was Schönes – nur dürfte die Zwangsberechungen den Eltern zu schaffen machen.
Waltraud Grubitzsch Gemeinsames Frühstück in der Kita ist was Schönes – nur dürfte die Zwangsberechungen den Eltern zu schaffen machen.

Sabine Benzin geht mit einem mulmigen ­Gefühl ins neue Jahr. Denn die Leiterin der Alt­strelitzer Kindertagesstätte „Löwenzahn“ muss abwarten, wie die Eltern auf die ab 1. Januar höheren Gebühren reagieren.

Die Eltern wissen zwar schon seit einiger Zeit, dass ab 1. Januar die Kita für die Vollverpflegung ihres Kindes zuständig ist. Außer dem Mittagessen werden auch ein Frühstück und eine Vespermahlzeit angeboten und müsse folgerichtig bezahlt werden. Das kostet monatlich zwischen 18 und 36 Euro mehr - unabhängig davon, ob das Kind die Kita tatsächlich besucht oder etwa krank ist.

Wird jetzt Essen weggeworfen?

Die neue Beitragssatzung ist gerade von den Stadtvertretern beschlossen worden. Auch dort gab es allerdings Kritik. So machte Ernst-August von der Wense (CDU) auf den Unterschied zu Kindertagesstätten in freier Trägerschaft aufmerksam. Hier würden die Verpflegungskosten tagesaktuell und nicht pauschal abgerechnet. 

Hannelore Raemisch von der Parteiunabhängigen Liste Strelitzer Bürgerinnen und Bürger (PuLS) sah sogar eine Ressourcenverschwendung auf die städtischen Kitas zukommen. Es werde permanent für alle gekocht und überflüssiges Essen möglicherweise weggeworfen.

Indessen kommt die Stadt als Träger der beiden Kindertagesstätten in Altstrelitz und am Sandberg im Moment aus dieser Regelung nicht heraus, wie Vizebürgermeister Christian Butzki verdeutlicht. Das Land habe die Vollverpflegung in Kindertagesstätten zu einem „integralen Bestandteil“ der Kosten gemacht und formuliert, dass das Essen nicht abwählbar ist. Die Stadt hat sich deshalb an das Schweriner Sozialministerium gewandt.

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