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Wann kommt denn der Minister auch mal ins Theater?

Noch immer hoffen Neustrelitzer Theaterfreunde auf Gehör bei Kultusminister Brodkorb, damit ihre Bühne mehrspartig bleibt. In der Tat hat dessen Behörde schon etwas auf den Weg gebracht: Einen Brief, in dem gedroht wird.

Wann wird wohl der Minister selbst mal in Augenschein nehmen, was er abbauen will?
Bernd Wüstneck Wann wird wohl der Minister selbst mal in Augenschein nehmen, was er abbauen will?

Ein ganzer Bus voller Residenzstädter macht sich von Neustrelitz aus auf den Weg in die Landeshauptstadt, um Kultusminister Mathias Brodkorb (SPD) eine Einladung zu einem Besuch im Neustrelitzer Theater zu überbringen - diese Idee hat Theaterfreundin Gerlinde Marquardt im Förderverein des Landestheaters zur Sprache gebracht. Immerhin hatte der Minister in einem Nordkurier-Interview angekündigt, dass er sich um einen Theaterbesuch in Neustrelitz bemühen wolle.Der sei bisher noch nicht möglich gewesen, soll aber - wie es am Mittwoch aus Schwerin hieß - auf jeden Fall „in diesem Jahr“ stattfinden.

Anlass für die Zusammenkunft des Fördervereins war die Vorstellung des durch das Theaternetzwerk Seenplatte ausgearbeiteten Solidarmodells, mit dem ein Vierspartentheater im Theaterraum Neustrelitz/Neubrandenburg erhalten werden soll. Mit dem Modell beschäftigt sich derzeit auch ein Wirtschaftsprüfer, der die Umsetzbarkeit genau unter die Lupe nehmen soll.

Unterdessen sorgt ein Schreiben von Kulturstaatssekretär Sebastian Schröder für Verärgerung. Demzufolge droht das Land für den Fall, dass „nur“ eine Teilfusion zustande kommt oder die Bühnen auf Autonomie bestehen, mit einer Reduzierung seiner im Fusionsfall angekündigten Unterstützung. Die Theaternetzwerker sehen hierin einen Widerspruch zu Äußerungen des Kultusministers, der im Juli ausdrücklich zu alternativen Vorschlägen aufgefordert hatte.

 

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