Sorge um vernachlässigte Herde:

Was wurde aus den Schafen von Lindenberg?

Die Herde, um die sich Tierschützer jüngst ernsthafte Sorgen machten, ist auf eine andere Weide umgezogen. Einige Tiere wurden geschlachtet, den restlichen scheint es besser zu gehen. Gegen den Betreuer läuft ein Ordnungswidrigkeitsverfahren.

Die Schafe sind umgezogen - auf diese Weide in Useriner Mühle. Dort scheint es der Herde besser zu gehen.
Susanne Böhm Die Schafe sind umgezogen - auf diese Weide in Useriner Mühle. Dort scheint es der Herde besser zu gehen.

Die Sorgenschafe aus Lindenberg sind umgezogen. Seit Jahresbeginn steht die Herde, um deren Wohlergehen Tierschützer im vergangenen Jahr ernsthaft bangten, auf einer Weide im Nachbardorf Useriner Mühle. Heu liegt bereit, Wasser scheint auch da zu sein.

Allerdings ist die Gruppe deutlich kleiner geworden. Von ehemals rund 30 Tieren sind nur noch 20 übrig. Wie steht es um die ehemals vernachlässigten Tiere? „Besser“, hofft Tier­schützer Andreas Jeschke, der ganz in der Nähe wohnt und die Herde regelmäßig sieht. Noch im November und Dezember hatten er und seine Frau die Notversorgung übernommen, weil die Schafe seiner Beobachtung nach nicht regelmäßig gefüttert wurden.

Das ist jetzt nicht mehr nötig, sagt er erleichtert. „Wir haben kein totes Schaf mehr gefunden, Futter ist vor Ort, auch das mit dem Wasser scheint zu funktionieren, zum Schutz gegen Wind und Wetter ­haben sie Büsche und Bäume“, beschreibt Andreas Jeschke.

Name des Besitzers bleibt unbekannt

Auch seitens der Behörden wird die Herde weiter beobachtet, bestätigt Landkreis-Sprecherin Haidrun Pergande. Sowohl gegen den Halter als auch den Betreuer der Schafe seien Ordnungsverfügungen erlassen worden, die Schafe „ordnungsgemäß zu halten, zu versorgen und zu behandeln“. Gegen den Betreuer der Tiere sei zusätzlich ein Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet worden.

Und was ist aus den fehlenden Tieren geworden? „Die wurden in einem Schlachtbetrieb geschlachtet, dadurch wurde die Bestandsgröße reduziert“, heißt es aus der Kreisverwaltung. Ob lebende oder tote Tiere untersucht wurden, ob inzwischen bekannt ist, woran die Schafe starben und ob die Tiere medizinisch versorgt wurden, konnte die Behörde nicht beantworten. Wem die Schafe gehören und wer sie betreut, gibt die Kreisverwaltung aus Datenschutz-Gründen nicht bekannt.

Nordkurier: Samsung Galaxy Tablet ohne Anzahlung