Blaue Flagge doch noch:

Wasserqualität stimmt - Badetemperaturen sind aber mies

Der Blauen Flagge ist das Wetter egal. Sie weht auch, wenn sich in diesen Tagen nur wenige Badegäste in den See trauen. Dabei war zu Beginn des Jahres noch gar nicht klar, ob die Flagge überhaupt angebracht werden kann.

Nun weht sie doch wieder. Die Blaue Flagge wurde in diesem Jahr in Neustrelitz von Torsten Krüger vom Deutschen Roten Kreuz und von Neustrelitz Bürgermeister Andreas Grund später als sonst gehisst.
Anett Seidel Nun weht sie doch wieder. Die Blaue Flagge wurde in diesem Jahr in Neustrelitz von Torsten Krüger vom Deutschen Roten Kreuz und von Neustrelitz Bürgermeister Andreas Grund später als sonst gehisst.

Die Schulen haben den Schwimmunterricht verschoben. Und Torsten Krüger vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) schreibt die Wassertemperaturen nicht gern auf die Tafel an der Badeanstalt am Glambecker See. Am Dienstag standen dort 18,2 Grad Celsius. Eine Schwimmerin zog einsam ihre Bahnen, als der Neustrelitzer Bürgermeister Andreas Grund gemeinsam mit Torsten Krüger die Blaue Flagge hisste.

Dabei war Anfang 2015 noch gar nicht klar, dass am Glambecker See wieder die Blaue Flagge wehen wird. Die Stadt hatte aus Kostengründen darüber nachgedacht, die Badeanstalt in eine Naturbadestelle umzuwandeln und in Neustrelitz künftig auf einen Rettungsschwimmer zu verzichten. Inzwischen sind diese Überlegungen Geschichte. Mit dem DRK fand die Verwaltung einen Partner, der nun den Betrieb am Glambecker See absichert. Die Blaue Flagge als Zeichen für gute Wasserqualität und Service kann somit mitten in der Stadt wieder wehen.

Schule muss Schwimmunterricht absagen

Nur das Wetter ist damit nicht gesichert. „Eine Schule hat ihren Schwimmunterricht bereits verschoben“, berichtet Torsten Krüger. Die Bahnen sind aber gezogen und die Stege ausgelegt. Bereits zum 16. Mal weht die Blaue Flagge an der Badestelle. Allerdings können jederzeit Kontrolleure vorbeischauen. Der Landkreis lässt das Wasser ohnehin regelmäßig proben.

Seit mehr als 20 Jahren ist man dabei, die Wasserqualität zu verbessern. Zunächst ging es mit dem Abzug der russischen Armee aus Neustrelitz darum, die Fremdeinwirkungen abzustellen. Zur Erinnerung: Am Glambecker See befand sich eine Waschanlage für sämtliche Armee-Fahrzeuge. Auch die Stadt musste ihren Anteil leisten, um in das Gewässer möglichst nichts mehr einzuleiten. Als dann mit der Wirkung der ersten Tiefenwasserbelüftungsanlage im Land keine Wertüberschreitungen mehr festgestellt wurden, war am Glambecker See ein Erfolg in Sachen Wasserqualität geschafft. Bis heute ist die Anlage in Intervallen in Betrieb.

Was am Glambecker See noch stört: „Aufs Entenfüttern sollte hier verzichtet werden“, sagt Andreas Grund mit Verweis auf die Wasserqualität. Gewünscht sind auch noch mehr Freizeitmöglichkeiten. Das ist schwer umsetzbar, so das Stadtoberhaupt, denn die Anwohner fürchten den Lärm. Außerdem hofft man, dass sich das Niveau der Blauen Flagge um den gesamten See zieht.

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