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Wasserskiläufer sehen Sieg-Chancen mit altem Boot sinken

Einst haben sie nationale und internationale Meister wie Bojan Schipner hervorgebracht. Nun ist der WSC Luzin nicht mehr wettbewerbsfähig.

Hobby oder Leistung – die Wasserskisportler vom WSC Luzin sind am Scheideweg. Für ein neues Boot mit wettbewerbsfähiger Technik fehlt ihnen das Geld.
Marlies Steffen Hobby oder Leistung – die Wasserskisportler vom WSC Luzin sind am Scheideweg. Für ein neues Boot mit wettbewerbsfähiger Technik fehlt ihnen das Geld.

Alarmstufe rot bei den Feldberger Wasserskiläufern vom WSC Luzin. Ist der Verein künftig nur noch im Hobbysport aktiv oder kann er weiter Leistungskader heranziehen? Der Verein benötigt dringend ein neues Zugboot, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Das aber ist aus eigener Kasse nicht zu bezahlen. „Unser altes Boot stammt aus dem Jahr 2002“, sagt Toni Beier vom Verein. 2006 haben sich die Steuerungssysteme für Zugboote verändert, später seien die Preise nahezu explodiert. Die Neuanschaffung würde um die 100 000 Euro kosten. „So viel Geld können wir nicht aufbringen“, verdeutlicht Beier.

Doch mit der alten Technik geraten die Feldberger auf Dauer sportlich ins Hintertreffen. „Es ist eindeutig ein Wettbewerbsnachteil“, sagt er. Den aber will an der einstigen Vorzeigeadresse für Wasserski, aus der auch nationale und internationale Medaillenträger wie Bojan Schipner hervorgingen, keiner hinnehmen. „Für den Hobbysport würde auch unser altes Boot reichen, wollen wir mehr, brauchen wir ein neues“ ,macht Toni Beier unmissverständlich klar.

Um das Boot finanzieren zu können haben die Feldberger einen Antrag auf Förderung beim Schweriner Ministerium gestellt. Eine Antwort steht noch aus. Kommt das Geld aus Schwerin wird es allerdings nicht reichen. „Eigenmittel benötigen wir auch“, konstatiert Toni Beier.

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Einige Meter weiter am anderen Teil des Haussees liegt ein entsprechendes fast neues und gefördertes Motorboot beim Wasserskileistungsstützpunkt. Warum gelingt hier keine Kooperation?