Neue Abzocker-Masche:

Weisdinerin verscheucht berüchtigte Dachrinnen-Betrüger

Zum Glück ist Margot Mahn kein schwaches Gemüt: Mit Courage hat sie Bösewichter vom Hof geschickt, die sie über den Tisch ziehen wollten. Aber nicht mit ihr!

Rainer und Margot Mahn in Weisdin hatten Besuch von den Dachrinnenbetrügern. Vor diesem Zaun standen die Kriminellen und wollten am liebsten gleich zur Tat schreiten. Zum Glück konnte Margot Mahn die Betrüger abwimmeln.
Susanne Böhm Rainer und Margot Mahn in Weisdin hatten Besuch von den Dachrinnenbetrügern. Vor diesem Zaun standen die Kriminellen und wollten am liebsten gleich zur Tat schreiten. Zum Glück konnte Margot Mahn die Betrüger abwimmeln.

Wenn es sein muss, kann Margot Mahn sehr rigoros werden, und das ist gut so. Mit resolutem Auftreten hat die 62-Jährige jetzt die berüchtigten Dachrinnenbetrüger verscheucht. Zwei Männer kreuzten mit einem Kastenwagen vor ihrer Hofeinfahrt, wollten ihre Dachrinnen abmontieren und neue anbauen. Am liebsten wären die Gauner sofort zur Tat geschritten, um die Weisdinerin anschließend zur Kasse zu bitten. Die Masche ist simpel aber wirkungsvoll. Schon viele sind ihr zum Opfer gefallen. Doch Margot Mahn durchkreuzte den Plan der aufdringlichen Monteure. Sie jagte die Ganoven vom Hof. 

Tür zu und nicht auf die Scharlatane reagiert

"Die kamen mir gleich merkwürdig vor", erzählt sie. "Plötzlich standen die hier, redeten irgendwas von einer Absprache und einer Lieferung und dann immerzu von Dachrinnen. Ihr Auto, ein VW Caddy, hatte keine Firmenaufschrift, die Männer hatten keine Arbeitskleidung an, ihr Deutsch war nicht akzentfrei." Margot Mahn schlug den ungebetenen Gästen kurzerhand das Gartentor vor der Nase zu, ließ den Schäferhund auf den Hof und ging ins Haus. Ihre energische Reaktion und der wachsame Hund ließ die Scharlatane verzagen. Sie fuhren weg - zum Glück für Margot Mahn. Erst später erfuhr sie, dass tatsächlich Betrüger mit einer der Polizei bekannten Masche vor ihrem Gehöft standen.

Ihr Bruder Rainer Mahn ist heilfroh, dass seine Schwester so besonnen reagierte. "In dem Moment, wo du die auf den Hof lässt, hast du schon verloren. Die schrauben die Dachrinnen so schnell ab, so schnell kannst du gar nicht gucken." Einer Bekannten in Neustrelitz sei ähnliches passiert. "Da waren die schon dabei, die Rinnen abzubauen. Die gaben erst nach, als ein Kumpel einschritt."

Jetzt sind Dachrinnen am Haus, die keiner wollte

Ein anderer Weisdiner, der seinen Namen nicht veröffentlichen möchte, hatte nicht so viel Glück. Ihm kam keiner zur Hilfe, als wie aus dem Nichts zwei Fremde mit einem Lieferwagen auf seiner Einfahrt standen. Jetzt hat er Dachrinnen an seinem Haus, die er nie haben wollte. Aber dann kam der Zeitpunkt, an dem die Betrüger über Kosten sprachen. Sie forderten knapp 10 000 Euro. Da rief der Weisdiner die Polizei. Als die falschen Handwerker das mitbekamen, ergriffen sie die Flucht. "Die waren genauso schnell weg, wie sie gekommen waren." Hätte der Rentner bezahlt, wäre sein Geld ebenso schnell weg gewesen."

Die Kriminalpolizei ermittelt. Der Weisdiner konnte den Ermittlern eine genaue Täterbeschreibung und ein Nummernschild geben. Doch während der Polizei im Nachbarland Brandenburg unlängst ein Schlag gegen die Dachrinnenbetrüger gelang und drei Männer festgenommen werden konnten, sind die Betrüger, die in Weisdin am Werk waren, noch auf der Flucht...

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