Stacheliges gegen Haufen:

Wer hier noch hinkackt, den piekst es bald am Po!

In der Strelitzer Straße werden jetzt Berberitzen gepflanzt - auch, damit es Hunde nicht mehr so einfach haben, dort Haufen zu hinterlassen.

Vierbeiner riskieren bald einen wunden Po, wenn sie sich in der Strelitzer Straße erleichtern wollen.
Marlies Steffen/Collage: Hannes Ackermann Vierbeiner riskieren bald einen wunden Po, wenn sie sich in der Strelitzer Straße erleichtern wollen.

Schon ist es ­wieder passiert: Ein gewaltiger Hundeschiss landete auf einer Pflanzscheibe in der Strelitzer Straße und der Besitzer scherte sich einen feuchten Kehricht darum, diese Hinterlassenschaft zu beseitigen. Derzeit sind die Plätze unter den Rotdorn­bäumen in der Strelitzer Straße für Wuffi und Co. ohnehin die reinste Einladung zum „Entladen“: Die meisten Pflanzen wurden entfernt. Doch dieser Zustand wird nicht von Dauer sein. Im Auftrag der Stadt wird  sozusagen auf natürliche Weise eine abschreckende Wirkung erzeugt. Es wird  am Hundehintern nämlich bald gewaltig pieksen beim Kacken.

Mitarbeiter der Firma Pawlak aus Ueckermünde werden in den nächsten Tagen zwischen Markt und Platz am Tiergarten 515 gelb blühende, immergrüne Berberitzen pflanzen, bestätigt Rathaussprecherin Petra Ludewig. Ausgenommen sind fünf Baumscheiben an der Kaserne. Hier ist der Gehweg sehr schmal, die Baumscheiben sind stark beansprucht, Pflanzen könnten dort vermutlich nicht lange leben. Deshalb kommt hierhin ein ungebundener Belag.

Entfernung der Pflanzen sorgte für Aufregung

Die Stadt kündigt noch weitere Arbeiten in der Einkaufsmeile an. In der Rotdornallee müssen zwei Bäume gefällt und ersetzt werden, zudem werden drei Baumlücken geschlossen. Bei allen Baumscheiben wird der Boden aufgelockert.

Die Entfernung der meisten Pflanzen von den Baumscheiben sorgte übrigens für einige Aufregung. So verschwand vor dem Mode-Geschäft von Ingrid Krüger ohne vorherige Ankündigung eine Fette Henne, die noch gut im Saft stand. „Zuerst hat man uns gebeten, die Baumscheiben zu pflegen, wir haben die Pflanze selbst eingesetzt, jetzt ist sie weg“, ärgert sich Peter Krüger. Immerhin, den Galgenhumor hat der Mann nicht verloren: „Andere haben zu Weihnachten eine fette Gans, wir hatten dafür fast das ganze Jahr eine Fette Henne“, meint er. Indessen  dürften auch die Krügers die Hoffnung haben, dass Hundebesitzer den Dreck ihrer Vierbeiner künftig nicht mehr so einfach auf der Strelitzer Straße entsorgen. Das werden die pieksenden Berberitzen schon verhindern. Ob die Innenstadt damit allgemein sauberer wird, muss sich  erst noch zeigen.

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