Netz der Rettungswachen kommt auf den Prüfstand :

Wer muss zahlen fürs neue Rettungsgesetz?

Aufwand und Nutzen sollten in gesundem Verhältnis stehen, mahnen die Retter in der Seenplatte. Kosten und Personal für neue Rettungswachen würden den Landkreis in Bedrängnis bringen.

Ohne die Einrichtung weiterer Rettungswachen werden die gesetzlichen Vorgaben wohl nicht zu erfüllen sein.
Claudia Marsal Ohne die Einrichtung weiterer Rettungswachen werden die gesetzlichen Vorgaben wohl nicht zu erfüllen sein.

Mit dem neuen Rettungsdienstgesetz für Mecklenburg-Vorpommern kommen Ausgaben in Größenordnungen auch auf den Landkreis Mecklenburgische Seenplatte zu. Wie hoch die Kosten in der Seenplatte den Kreisetat belasten werden, kann momentan nur spekuliert werden. Immerhin kostet allein die bauliche Hülle einer neuen Rettungswache um die 250 000 Euro. Und ohne zusätzliche Wachen wird es nicht abgehen, soll der Gesetzesanspruch erfüllt werden, sogenannte weiße Flecken auszumerzen. 

Aber auch personell stößt ein engmaschigeres Netz an Rettungswachen und Notarztstützpunkten an Grenzen. „Wir haben Leute für maximal fünf weitere Wachen“, sagt Andreas Zeuner, Ärztlicher Leiter des Rettungsdienstes im Landkreis. Er sieht aber Optimierungs­möglichkeiten: "Möglicherweise müssen wir Wachen schließen und anderswo wieder aufmachen.“ So gebe es schon jetzt Stand­orte wie Feldberg, Marihn
oder Bredenfelde, die im Durchschnitt eines Tages unter zwei Einsätzen liegen.

Auch das DRK der Seenplatte mahnt, dass Aufwand und Nutzen in einem gesunden Verhältnis stehen müssten. Gerade bei den Hilfsfristen sei MV anderen Bundesländern weit voraus. Nur deshalb sei ein neues Gesetz nicht nötig, meinte Geschäftsführer Uwe Jahn. „Die Gesetzesinitiative sollte nicht den Eindruck erwecken, dass hier etwas im Argen liegt und alles falsch gemacht wurde.“

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