Auf der Suche nach Strelitzer Wurzeln:

Wer war der Vater des 70-Jährigen?

Heinz Staffeldt hat sich spät auf die Reise begeben: Im Alter von 70 Jahren macht der Hamburger Heinz Staffeldt sich auf den Weg zu seinem Vater. Einem Vater, den er nie kennengelernt hat, weil dieser im Krieg sein Leben ließ.

Der Hamburger Heinz Staffeldt hat ein Buch über seinen Vater Heinrich Staffeldt geschrieben, der 1914 in Friedland geboren wurde und auch einige Zeit in Neustrelitz gelebt hat.
Marlies Steffen Der Hamburger Heinz Staffeldt hat ein Buch über seinen Vater Heinrich Staffeldt geschrieben, der 1914 in Friedland geboren wurde und auch einige Zeit in Neustrelitz gelebt hat.

Als vor wenigen Jahren Heinz Staffeldts Mutter starb, fielen dem Sohn viele persönliche Dokumente der Eltern in die Hände. Als Pensionär fand er Zeit, sich mit den Dingen zu beschäftigen, und begab sich auf einen Rechercheweg, der ihn auch nach Neustrelitz führt. Denn hier hat sein Vater Heinrich Staffeldt gelebt, bevor er in den Krieg ziehen musste.

Heinrich Staffeldt wurde 1914 als Sohn eines Chausseewärters im Chausseehaus von Genzkow nahe Friedland geboren. 1925 wurde der Vater nach Neustrelitz versetzt. Die Familie lebte im sogenannten Woldegker Chausseehaus III, das heute noch existiert. Heinrich Staffeldt beendete seine Schulausbildung in Neustrelitz und trat im Jahr 1928 eine Schlosserlehre in der Maschinenfabrik Rogge an.

Wie Heinz Staffeldt bei den Recherchen erfahren konnte, hat er selbst 30 Jahre später genau die gleiche Ausbildung absolviert wie sein Vater - allerdings, ohne es damals zu wissen. Heinrich Staffeldt kam im September 1940 ums Leben. Er stürzte mit seinem Bombenflugzeug in der Nähe der Stadt Werl ab. Damals war seine Frau mit Sohn Heinz im 5. Monat schwanger. Der Junge wuchs ohne Vater auf - nun forscht er nach und hat erste Recherchen in seinem Buch "Chronik des Berufssoldaten Heinrich Staffeldt".

Nordkurier: Samsung Galaxy Tablet ohne Anzahlung