Streit um Religionsunterricht:

Werden an Feldbergs Schule die Erstklässler "missioniert"?

Erwartet hatten die Eltern ein Schulfach, das auf neutrale Weise über verschiedene Religionen informiert. Was tatsächlich unterrichtet wird, empfinden sie als einseitig - zumal bisher keine Alternative angeboten wurde.

Feldberger Eltern wünschen sich den Religionsunterricht vielseitiger.
Rosemarie Fischer, Horsch Willy @ wikipedia.de, Stefan Puchner, Aziz Efendi @ wikipedia.de Feldberger Eltern wünschen sich den Religionsunterricht vielseitiger.

Um den Religionsunterricht an der Feldberger Hans-Fallada-Schule gibt es heftige Auseinandersetzungen. Die Kinder würden dort im Sinne des evangelischen Glaubens "missioniert", befürchten Eltern. Erwartet hatten sie hingegen, dass der Unterricht von einem neutralen Standpunkt aus Wissen über die verschiedenen Glaubensrichtungen vermittle.

Seine Tochter sei eines Tages "mit einem eigenartigen Gottesbegriff" nach Hause gekommen, berichtet ein Vater, der auch Mitglied des Schulelternrats ist. Weder habe die Schule auf den evangelischen Charakter des Unterrichts hingewiesen noch - wie es gesetzlich vorgeschrieben ist - ein alternatives Fach angeboten. Somit nehmen alle Erstklässler am Religionsunterricht teil; in anderen Schulen sind es nur 20 Prozent.

Der Schulelternrat hat unterdessen sein Veto eingelegt. Telefonate, Schriftwechsel und Gesprächsrunden folgten. Ab dem 5. Januar bietet die Einrichtung einen musikalischen Ersatzunterricht an. Bis zum 12. Dezember können Eltern ihre Kinder vom Religionsunterricht abmelden, erfuhr der Nordkurier aus dem Staatlichen Schulamt Neubrandenburg.

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