Nach der Demo soll Stadtvertretung Tatsachen schaffen:

Werden Theaterpläne klaglos abgesegnet?

Das ist ein Schlag ins Gesicht all jener, die sich gerade für ein Vierspartentheater in Neustrelitz stark machen: Die Stadtvertretung soll sich am Donnerstag im Kadavergehorsam gegenüber der Landesregierung üben. Und möglicherweise auch die brüskieren, die Stunden zuvor für ihr Theater in Neustrelitz auf die Straße gegangen sind.

Zum Mecklenburg-Vorpommern-Tag im vergangenen Sommer wurde schon einmal deutlich gesagt, was Neustrelitzer von den Theaterplänen der Landesregierung halten. Am Donnerstag ist erneut eine große Demonstration für den Erhalt des Vierspartentheaters in Neustrelitz geplant.
Archiv/Tobias Lemke Zum Mecklenburg-Vorpommern-Tag im vergangenen Sommer wurde schon einmal deutlich gesagt, was Neustrelitzer von den Theaterplänen der Landesregierung halten. Am Donnerstag ist erneut eine große Demonstration für den Erhalt des Vierspartentheaters in Neustrelitz geplant.

Während engagierte Bürger sich auf dem Markt zu einer Demonstration versammeln, sollen die Neustrelitzer Stadtvertreter am Donnerstagabend die ersten Weichen stellen für den Verlust der Eigenständigkeit des Theaters in ihrer eigenen Stadt. Bürgermeister Andreas Grund (parteilos) begründet den von ihm eingereichten Beschlussvorschlag, der die Fusionspläne der Landesregierung abgesegnen würde, mit einer unumgänglichen Terminkette. Zudem soll erreicht werden, dass alle drei Gesellschafter der jetzigen Theater und Orchester GmbH eine einheitliche Beschlussfassung vorlegen.

Zeit wäre allerdings noch bis Ende März, denn erst dann tagt der Kreistag der Seenplatte zu diesem Thema. Von dort signalisieren Bündnis 90/Die Grünen Unter­stützung für die Diskussion zweier Alternativmodelle. „Ich erwarte von den kommunalen Beschlussgremien, dass das vom Förderverein/Theaternetzwerk und den Gewerkschaften vorgelegte Machbarkeitsmodell für den Erhalt des Vierspartentheaters seriös und intensiv geprüft wird“, erklärt der Fraktionsvorsitzende Helge Kramer.

In einer Sondersitzung des Kulturausschusses hatte man sich Anfang Januar zunächst darauf geeinigt, die Alternativmodelle sachlich und gründlich zu diskutieren. Die dazu anberaumte Sitzung findet am 28. Januar statt – sechs Tage nachdem die Stadtvertreter in erster Lesung über die Pläne der Landesregierung befinden sollen. Die Stadtvertretersitzung am Donnerstag beginnt um 18.30 Uhr. Um 18 Uhr wird auf dem Marktplatz für den Erhalt des Viersparten­theaters in Neustrelitz demonstriert. Die Online-Petition zum Erhalt des Vierspartentheaters in Neustrelitz haben bislang mehr als 5000 Menschen unterzeichnet.

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