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Arktische Schneegans zu Besuch auf der Lieps

Diesen Vogel dürfte es bei uns eigentlich gar nicht geben. Aber die Schneegans hält sich nicht daran, was sein müsste. Auch in der Vergangenheit gab es mehrere Sichtungen solcher Exoten.

Eine Schneegans wie diese soll in der Region rasten. Nur wenige Male ist bisher so ein Vogel in der Seenplatte gesichtet worden.
© rck - Fotolia.com Eine Schneegans wie diese soll in der Region rasten. Nur wenige Male ist bisher so ein Vogel in der Seenplatte gesichtet worden.

Einen sehr seltenen Gast hat Naturschützer Erwin Hemke jetzt auf der Lieps entdeckt: die Schneegans. Ein einziges Exemplar des in Grönland, Kanada und Sibirien beheimateten Vogels schwamm in Gesellschaft von etwa 200 Blessgänsen auf dem See bei Prillwitz. Ein Beweisfoto ist dem Vorsitzenden des Kreisverbandes des Naturschutzbundes Deutschland zwar nicht gelungen, aber er ist überzeugt, eine echte Schneegans gesehen zu haben. „Die Beobachtung der aus der Arktis kommenden Schneegans gehört zu den bemerkenswertesten Begegnungen mit Vertretern aus der Vogelwelt im Strelitzer Raum“, sagt er. Der Mann kennt sich aus.

„In der hiesigen Seenlandschaft sind erst drei Beobachtungen bekannt, nämlich 1973 vom Malliner, 1981 vom Großen Schwerin und 1900 vom Varchentiner See“, berichtet Hemke. „Im Normalfall überwintern die nordsibirischen Schneegänse im Süden des Kaspischen Meeres. Vermutlich hat sich die jetzt beobachtete Schneegans in ihrem Brutgebiet den verwandten Blessgänsen angeschlossen und ist mit ihnen mitgezogen.“

Der Neustrelitzer hat nach eigenen Angaben bisher sieben weitere Gänsearten auf der Lieps entdeckt: Grau- und Nilgans, Saat- und Blessgans, Nonnen-, Streifen und Kanadagans.

Kommentare (2)

Sie ist geflogen.

Hallo DirkNB! Diese Antwort lag zu 99 Prozent auf der Hand ;) Da ich den Titel geändert habe, ist Ihr Kommentar jetzt etwas verzerrt. Daher wiederhole ich hier den urprünglichen Titel: "Wie kommt die Schneegans auf die Lieps?" Viele Grüße, Oliver Wunder, Nordkurier-Redaktion