Zukunftsprojekt entzweit Wesenberger:

Wie weiter am Woblitzufer?

Wesenberg wird in seinem Drang zurück ans Wasser erneut viel Geld ausgeben – was möglicherweise zum Fenster hinaus geworfen wird. Eine Alter­native gibt es aber nicht. 

Martin und Gerhard Sasse aus Hamm sowie Hans-Jürgen Sasse aus Frankfurt/Main (von links) genießen an Bord ihres Floßes in Wesenberg die Nachsaison. Sonst ist es hier knüppeldick voll. Die Kapazität des Wasserwanderrastplatzes reicht nicht.
André Gross Martin und Gerhard Sasse aus Hamm sowie Hans-Jürgen Sasse aus Frankfurt/Main (von links) genießen an Bord ihres Floßes in Wesenberg die Nachsaison. Sonst ist es hier knüppeldick voll. Die Kapazität des Wasserwanderrastplatzes reicht nicht.

Nach kontroverser Diskussion haben sich die Wesenberger Stadtvertreter mit großer Mehrheit entschlossen, 37 000 Euro für ein Baugrundgutachten auszugeben. Damit soll der Aushub eines Fahr- und Bade­bereiches vor dem Altstadtufer der Woblitz bis auf eine Tiefe von 2,70 Metern vorbereitet werden. Da es um die Beseitigung eines faktischen Biotops geht, soll durch die Vorlagerung einer künstlichen Insel ein höherwertiger Ausgleich geschaffen werden. Nicht kalkuliert sind bislang die Kosten für die dringend nötige Erweiterung des Wasserwanderrastplatzes, darunter der dortigen Sanitäranlagen.  

Bürgermeister Helmut Hamp (BfW) argumentiert, dass hier eine Entscheidung für die nächsten Jahrzehnte getroffen wird. Öffne sich Wesenberg nicht wieder dem Wasser, blieben die Touristen aus. „Wir erfüllen nicht mehr das, was unsere Gäste erwarten.“ Der Tourismus sei aber die einzige Entwicklungschance für die Kleinstadt.

Die Linken in der Stadtvertretung hingegen sehen wichtigere „Bau­stellen“ mit Finanzbedarf, darunter die Feuerwehr und das Strandbad am Weißen See. Mehr gebe die Haushalts­situation nicht her. Der unterlegene Bürgermeisterkandidat Steffen Rißmann (FDP) warf Hamp „Selbstverwirklichung“ vor. Hingegen sprach Stadtvertreter Harry Frank (CDU) von einer „Vision, die der öffentlichen Meinung entspricht“. Der Grüne Uwe Gestewitz bezeichnete die anstehenden Investitionen in das Uferprojekt als einen „vernünftigen Einsatz“. Niels Albrecht von den Bürgern für Wesenberg betont: „Wir tun das für uns alle, der Nutzen kommt auf uns zurück.“

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