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Willkommen im "Monapartment

In Neustrelitz zieht eine neue Wohnform ein: Das „Monapartment“ von Architekt Christian Peters ist monatsweise zu buchen.

Hausherr Christian Peters vor den schönen Holztoren an den Remisen, die gerade erst eingebaut.
Marlies Steffen Hausherr Christian Peters vor den schönen Holztoren an den Remisen, die gerade erst eingebaut.

Das neu erstandene Gemäuer mit den markanten roten Ziegelsteinen auf dem Neustrelitzer Venusberg ist bezogen. Jetzt sind auch die zu dem Haus von Architekt Christian Peters gehörenden Apartments vorzeigbar. Und die bringen eine neue Wohnfarbe in die Residenzstadt.

In zehn Zimmern können Schüler, Auszubildende und alle, die nur befristet ein „Gastspiel“ in Neustrelitz geben, Hüsung bekommen. „Monapartments“ hat der Hausherr sie genannt. Für das Wortspiel hat er sich bewusst entschieden. Das Mon steht für Monat und monatsweise werden die Zimmer auch zu mieten sein. Die Anregung dazu hat der Architekt von einem Freund bekommen. Der hatte ihn darauf hingewiesen, dass Gymnasiasten  häufig eine Unterkunft in Neustrelitz suchen. In der Bauphase selbst gab es auch  Anfragen von ortsansässigen Unternehmen, die Azubis unterbringen wollten.

Bei der Ausgestaltung der Zimmer setzte Peters auf den Charme des Funktionellen und auf natürliche Materialien. Wände und Decken sind mit speziellen Grobspanplatten versehen, die  von der hölzernen Struktur des verleimten Materials leben. Ein Großteil der Möbel ist handgemacht. Peters ist auch Möbeldesigner. Für den Bau von Schränken, Tischen und  der Hochbetten stand ihm der Dabelower Tischlermeister Wilhelm Gehrs zur Seite. Verarbeitet wurden Multiplex-Platten – ein Material aus verleimten Furnierlagen. Jeweils zwei Zimmer verfügen über eine gemeinsame Dusche mit WC. In einer Gemeinschaftsküche kann gekocht und auch ferngesehen werden.

Sehenswert ist außer der bereits bezogenen Architektenwerkstatt im einstigen Pferdestall auch der Innenhof. Große Hoftore zieren die ebenfalls rot verziegelten Remisen. Eine Pergola aus Douglasienholz wird noch begrünt. Die Gasse zur Strelitzer Straße ist auch im Dunkeln das Passieren wert. Christian Peters hat sich bei der Außenbeleuchtung für weiches Licht entschieden, das die Fassade in Szene setzt und trotzdem den mit  Pflaster- und gelben Ziegelsteinen besetzten Boden beleuchtet.