Laster reiht sich an Laster:

Wird der „gelbe Stau“ zur Gefahr?

Zu bestimmten Stoßzeiten rollt ein Laster nach dem anderen im Neustreitzer Postfrachtzentrum in Neustrelitz ein. Weil die Lkw vorm Tor warten müssen, verstopfen sie den Bürgerseeweg.

Jeder Lkw braucht mehrere Minuten zur Abfertigung am Tor. 
Tobias Lemke; Montage: Jörg van Betteray Jeder Lkw braucht mehrere Minuten zur Abfertigung am Tor. 

Regelmäßig herrscht Chaos bis hin zum Kollaps im Neustrelitzer Bürgerseeweg. Die beliebte Ausweichstrecke zwischen der Wesenberger Chaussee und der Innenstadt wird regelrecht lahmgelegt. Nämlich immer dann, wenn sich zu den Stoßzeiten Lkw-Kolonnen vor dem Verteilzentrum bilden.

Das Problem: Die Fahrer müssen vor der Schranke eine Zeitlang auf Abfertigung warten. Dort hat aber nur ein Laster Platz. Weitere ankommende Lkw reihen sich dann auf der Straße. Noch brenzliger wird die Lage, wenn sich zusätzlich die Brummifahrer aus der Gegenrichtung anstellen und Autofahrer aus beiden Richtungen an einer Lkw-Schlange vorbei müssen.

Für die Post stellt der gelbe Stau kein akutes Problem dar. „Wir hatten bisher weder von Bürgern noch von der Stadt Beschwerden“, sagt Unternehmenssprecher Jens-Uwe Hogardt. Das Tor weiter nach innen zu verlagern, sei nicht vorgesehen; Parktaschen am Bürgersee würden zu hohe Kosten verursachen. Zudem weist Hogardt darauf hin, dass das Areal immerhin ein Gewerbegebiet sei. An anderen Logistikzentren in Hamburg oder Hannover gehe es noch bedeutend betriebsamer zu.

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