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Wo Barben und Brassen Treppen steigen

Die Bauarbeiten an der Fischtreppe bei Fleether Mühle sind abgeschlossen.

Die Bagger sind schon seit einigen Wochen verschwunden. Zuletzt haben Mitarbeiter einer Metallbaufirma noch ein Geländer angebracht. Nun wird die neue Fischtreppe im Kanal an der Fleether Mühle offiziell in Dienst gestellt. Fachleute vom Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt (StALU) nehmen das Wasserbauwerk dabei genauer unter die Lupe. Immerhin sind hier 270000 Euro investiert worden, damit die beiden Biotope im Vilzsee und Rätzsee künftig miteinander verbunden sind. Fischarten wie Barbe oder Brasse sowie viele weitere Wassertiere können nun zu den Artgenossen auf die jeweils andere Seite gelangen.

An der Fleether Mühle sei eine relativ große Anlage entstanden, die ein Gefälle von 1,5 Metern überwinde, erklärt Sibylle Eingel vom StALU Mecklenburgische Seenplatte. Die einzelnen Becken der Fischtreppe dürfen dabei lediglich einen Höhenunterschied von fünf bis zehn Zentimetern aufweisen. Damit sich keine mehr als einhundert Meter lange Treppe ergibt, wird das Wasserbauwerk an den Enden jeweils in einer Schlängellinie ausgeführt.