Ermittlungen laufen ins Leere:

Woher stammen die Porno-Dateien?

Mehr als 700 anrüchige Fotos sind auf dem Rechner eines Neustrelitzers gefunden worden. Dort seien sie zufällig hingelangt, beteuert der Mann. Doch wer dafür haftbar gemacht werden muss, kann wohl nicht mehr geklärt werden.

Derart bekleidet waren die jungen Damen auf den Dateien der Angeklagten bei weitem nicht.
Bernd von Jutrczenka, Julian Stratenschulte Derart bekleidet waren die jungen Damen auf den Dateien der Angeklagten bei weitem nicht.

Woher stammen mehrere hundert Dateien mit kinder- und jugendpornografischem Inhalt, die auf dem Rechner eines Neustrelitzers gefunden wurden? Und sind sie wirklich zufällig dorthin geraten? Der Mann hatte in einer Verhandlung am Amtsgericht erklärt, die Daten beim Sichern von Rechnern, die er reparieren sollte, auf seinem Computer gelangt. Er habe sie nicht weiter beachtet.

Das Gericht glaubte ihm. „Wir können das Gegenteil nicht be­weisen“, sagt auch Oberstaatsanwalt Gerd Zeisler. Ungewiss bleibt nun, ob also die Straftat eines Anderen ungeahndet bleibt. Das Landeskriminalamt, zuständig für die Auswertung beschlagnahmter Computer, ist hoffnungslos überlastet.

Die Entdeckung auf dem Rechner des Neustrelitzers waren ein Zufallsfund; der Anlass für die Hausdurchsuchung war ein Diebstahlsverfahren. Nun scheint nicht mehr feststellbar, woher die Dateien stammen – außer der Angeklagte hätte selbst seine Mithilfe angeboten. Der jedoch weiß nicht mehr, von wem welcher Rechner stammte, den er reparierte. Mit dieser Erklärung musste sich das Gericht begnügen; der Anklagevorwurf stammt immerhin schon aus dem Jahr 2011.

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