Elektromeister mahnt zur Mülltrennung:

Wohin mit großem Altglas?

Leere Glasflaschen landen im dafür vorgesehenen Container - was dort nicht hineinpasst, endet offenbar in einem Gemisch ver­schiedener Schuttformen. Damit ist ein Handwerker, bei dem größere Glasmengen anfallen, so gar nicht einverstanden.

Gabriel Nestler ärgert sich: Was nicht in den Flaschencontainer passt – wie etwa diese alten Lampenschirme –, landet beim Schutt. Das hat doch nichts mit Mülltrennung zu tun, moniert der Elektromeister.
Marlies Steffen Gabriel Nestler ärgert sich: Was nicht in den Flaschencontainer passt – wie etwa diese alten Lampenschirme –, landet beim Schutt. Das hat doch nichts mit Mülltrennung zu tun, moniert der Elektromeister.

Wohin mit dem Altglas, wenn es nicht in den Container passt? Diese Frage treibt den Neustrelitzer Elektromeister Gabriel Nestler schon länger um. „Glas, das in keinen Glascontainer passt, soll in einen Container, in dem Bauschuttabfälle gesammelt werden. Dieser Mischschutt werde angeblich anschließend wieder sortiert“, hat er erfahren. Das aber mag Nestler nicht glauben. Niemals können aus solch einem Gemenge alle Glasscherben wieder herausgesammelt werden.

Nestler kritisiert solch eine Praxis, auch weil damit möglicherweise recycelbares Glas verloren geht. Ordentlich getrennt könnten beispielsweise alte Lampenschirme wieder eingeschmolzen werden. „Warum kann nicht ein eigens für Glasabfälle gedachter Container auf einem Wertstoffannahme-Hof aufgestellt werden?“, fragt er sich. Das Problem mit der Glasentsorgung hätten schließlich nicht nur Gewerbetreibende, sondern im Prinzip alle Haus­halte. Etwa, wenn der Glasdeckel eines Kochtopfes das Zeitliche segnet oder eben ein gläserner Lampenschirm aussortiert werden soll.

Indessen ist Glasentsorgung und Glasentsorgung offenbar nicht das Gleiche. Das hat Helmut Seeger, Geschäftsführer der Stadtwirtschaft Neubrandenburg, dem Nordkurier bestätigt. Sogenanntes Behälterglas, das in die Glascontainer entsorgt werde, weise eine zum Re­cyceln sehr gut geeignete Qualität auf. Bei anderen Glassorten, wie etwa den benannten Lampenschirmen oder Glasdeckeln und auch bei Scheibenglas, sei das nicht automatisch so. Deshalb mache auch das Aufstellen von speziellen Containern auf Annahmehöfen für solche Glassorten keinen Sinn. Momentan gebe es aber noch keine Alternative, sagte Helmut Seeger.

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