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Woldegk ein Eldorado für Einbrecher?

Wieder haben Ganoven in Woldegk und Umgebung ein Einfamilienhaus und eine Firma ausgeraubt. Selbst vor den Wahrzeichen der Windmühlenstadt machen die Täter nicht Halt. Die Polizei rät allen Einwohnern, argwöhnisch gegenüber fremden Menschen und unbekannten Autos zu sein.

Einbrecher haben in Woldegk und Umgebung derzeit mehrfach zugeschlagen.
             
Robert Schlesinger/Archiv Einbrecher haben in Woldegk und Umgebung derzeit mehrfach zugeschlagen.  

In Woldegk und Umgebung sind in diesen Tagen Einbrecher oft auf Beutezug. Am Dienstag drangen Unbekannte zwischen 9.30 und 18 Uhr in Golm in ein Einfamilienhaus im Lindower Weg ein. Sie stahlen Herrenuhren, einen Fotoapparat und eine Münzsammlung. Zuvor durchsuchten und durchwühlten sie alle Räume. Sie richteten einen Schaden in Höhe von 1500 Euro an. Zwei Firmen in der Göhrener Chaussee in Woldegk wurden im Zeitraum zwischen dem 30. September und dem 1. Oktober Ziel von Einbrechern. Dort fehlen Arbeitsgeräte wie Kettensägen, Bohrmaschinen und ähnliches.

Zehn Einbrüche hat die Polizei in den vergangenen vier Monaten in Woldegk und Umland registriert. Ein Fall wurde aufgeklärt. Ob Einfamilienhäuser, Wohnungen, Firmen, Garagen oder Gartenlauben – die Täter knacken alles – „querbeet“, sagt Polizeisprecherin Verena Splettstößer aus der Polizeiinspektion Neubrandenburg.

Selbst vor den Wahrzeichen der Windmühlenstadt machen die Kriminellen nicht Halt. Die Ehlert’sche Mühle wurde in der vergangenen Woche aufgebrochen, dort wurde ein Laptop gestohlen. Bereits im Juni stahlen Einbrecher ein Kellnerportemonnaie aus dem Mühlencafé. Der Schaden hier: 1100 Euro. Einen der größten Raubzüge unternahmen die Einbrecher am 29. August in einer Firma in der Neubrandenburger Chaussee in Woldegk. Dort erbeuteten die Täter Werkzeug und Angelgeräte und hinterließen einen Schaden in Höhe von 4100 Euro. Die Polizeisprecherin rät allen Einwohnern Woldegks und der umliegenden Dörfer, aufmerksam zu sein und sensibel auf ungewöhnliche Vorkommnisse zu reagieren. „Wenn unbekannte Autos beobachtet werden oder fremde Leute, die sich seltsam verhalten – einfach die Polizei rufen“, sagt Verena Splettstößer. „Wir kommen sofort und lieber einmal zu oft, als einmal zu wenig."