Eindeutiger Nachweis:

Wolf tappt in die Fotofalle

Unweit von Roggentin hat der Wolf einen Damhirsch gerissen. Und er hat sich bei der Annäherung an den Tierkadaver sogar noch fotografieren lassen. Am Tatort wurde auch ein genetischer Fingerabdruck genommen. An dessen Auswertung sind einige Hoffnungen geknüpft.

So sieht die Aufnahme aus, die nachts mit der Kamerafalle gemacht werden konnte.
Fotofalle So sieht die Aufnahme aus, die nachts mit der Kamerafalle gemacht werden konnte.

Ein Jäger hat den Wolf unweit von Mirow aufgespürt.  Auf einem Acker unweit von Roggentin ließ sich der Wolf ein Stück Wild schmecken. Den Damhirsch hatte das Raubtier offenbar Stunden zuvor erlegt. „Als der Jäger mit seinem Auto anhielt und den Wolf per Fernglas genauer unter die Lupe nehmen wollte, habe sich das Tier von dannen gemacht“, sagt Volker Spicher vom Müritz-Nationalparkamt. Spicher ist ein sogenannter Wolfsbetreuer und auch ein Rissgutachter. Das bedeutet, er untersucht die Risswunden eines Tieres, um festzustellen, ob sich tatsächlich ein Wolf daran zu schaffen gemacht hat. 

Und im Falle des bei Roggentin zu Tode gekommenen Damhirsches sagt Spicher: „Die Spuren waren eindeutig“. Der Wolf hat sich anschließend sogar noch selbst verewigt. Denn es konnte eine sogenannte Fotofalle aufgestellt werden. In die tappte der Wolf wenige Stunden später. Das Foto zeigt, wie er sich erneut dem Damhirsch-Kadaver nähert. Anhand der Spurenlage konnte auch der „Tathergang“ rekapituliert werden. Demnach hat der Wolf den gut zweijährigen Damhirsch etwa 200 Meter lang verfolgt und ihn dann zu Fall gebracht, sagt Volker Spicher.

Speichelprobe genommen

Um was für ein Tier es sich handelt, kann derzeit noch nicht gesagt werden. Es sei aber ein  genetischer Fingerabdruck genommen worden, bekräftigte Volker Spicher. Dazu wurde eine Speichelprobe an der Wunde des Damhirsches genommen. Möglicherweise kann der Wolf damit identifiziert werden. Die Methode ist allerdings nicht sicher. „Es ist nach längerer Zeit wieder ein eindeutiger Nachweis, dass in der Region ein Wolf unterwegs ist“, so der Wolfsbetreuer. Woher das Tier stammt, das hoffen die Naturschützer durch Vergleiche mit dem genetischen Fingerabdruck ermitteln zu können.

Wolfsvorkommen sind unter anderem aus der Kyritz-Ruppiner Heide bekannt. Im Strelitzer Land hatte vor zwei Jahren ein Wolf bei einem Landwirt unweit von Wesenberg Schafe gerissen. Der aktuelle Vorfall hatte sich bereits vor einer Woche ereignet, war aber erst jetzt bekannt geworden. Das Ganze hat sich unweit des Roggentiner Demeter-Hofes von Bernhard Paul Sinz zugetragen. „Es ist genau an unserer Bewirtschaftungsgrenze passiert“, sage Sinz am Dienstag. Ein Jagdgast konnte das Tier beobachten. Bernhard Paul Sinz selbst hat kein Problem mit dem Wolf, wie er bekennt. „Wir halten Rinder, die wird der Wolf kaum angreifen“, verdeutlichte der Landwirt.

Kommentare (1)

Zur zeit haben Schäfer nur wenig Mittel, um ihre Herden vor den Angriffen durch die Raubtiere zu schützen. Das wird sich ändern den, ich habe ein Halsband entwickelt, für die Raubtierabwehr (Wolfsabwehr),welches extra für nicht schützbar oder schwieriges Gelände erdacht wurde. Patent angemeldet! Bei meinem Abwehrhalsband wird ein Angriff direkt bestraft! Wenn sich ein Raubtier (Wolf) an einem Schaf oder einem Herdenschutzhund versucht, welches durch mein Halsband geschützt ist, wird er schmerzhaft erfahren dass diese Tiere nicht zu jagen sind und er so keinen zweiten Angriff wagen wird. Vielleicht wird er seinen Nachkommen weitergeben, dass diese Tiere nicht zu jagen sind. Nur durch das Lernen was für sie verboten ist, sichert das Überleben des Wolfes dauerhaft! Ich möchte allen Tierhaltern helfen, ihre Tiere zu schützen damit ein konfliktarmes Nebeneinander von Mensch und Wolf wieder möglich ist! Helfen Sie mir den Wolf zu schützen! Pro Wolf auf Facebook