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Zwei Berufe in der Seenlandschaft

Aus Bayern über ein AIDA-Schiff nach Feldberg - dort führt Elke Nengel nun einen eigenen Friseur- und Kosmetiksalon und ist begeistert von der Herzlichkeit der Menschen in ihrer neuen Heimat.

Frisörmeisterin Elke Nengel (links) im Kundengespräch. Die gebürtige Bayerin hat einen eigenen Laden in Feldberg.
Rosemarie Fischer Frisörmeisterin Elke Nengel (links) im Kundengespräch. Die gebürtige Bayerin hat einen eigenen Laden in Feldberg.

Elke Nengel war etwas über 20, als sie der Hafer stach. Die Schule im bayrischen Erding beendet, die Friseurlehre abgeschlossen, der Lohn stimmte und das Trinkgeld auch. Doch plötzlich wurde es ihr zu eng. Sie wollte die Welt sehen, fand Arbeit auf einem AIDA-Schiff -und dort lernte sie die Liebe ihres Lebens kennen. In Markus' Heimat in der Feldberger Seenlandschaft haben beide - samt Söhnchen Leon - nun festen Boden unter den Füßen.

Elke Nengel absolvierte noch die Meisterschule und eröffnete schließlich ihren eigenen Salon "Haarmonie". Zunächst nur am Sonnabend, da konnte Papa auf das Söhnchen aufpassen. Als dann der Freitag und später der Donnerstag dazu kamen, waren Oma und Opa zur Stelle. Bald geht Leon zur Tagesmutter, und dann kann die junge Frau durchgehend öffnen.

Und sie sprüht vor Energie: „Ich liebe meine beiden Berufe und ich will sie beide ausüben.“ Mangelnde Kundschaft fürchtet sie längst nicht mehr. Begeistert spricht sie über die Herzlichkeit, mit der sie in dem kleinen Ort aufgenommen wurde. Die sprichwörtlichen sturen Mecklenburger hat sie noch nicht unter der Schere gehabt. Natürlich gibt es auch ein paar Wermutstropfen: Die eigene Familie und die Freundinnen sind knapp acht Autostunden entfernt. Die bayerischen Brezen finden hier nicht ihresgleichen und das geliebte Dirndl hängt beim Papa im Schrank. Doch Anfang Oktober wird Leons Taufe in Erding mit allem Drum und Dran gefeiert und dann wird auch das gute türkisfarbene Dirndl endlich wieder mal ausgeführt.