Landesbaupreis:

Zwei Häuser aus der Region preisverdächtig

Gleich zwei hiesige Bauwerke gehören zu den Favoriten um den diesjährigen Landesbaupreis: Das Kulturquartier in Neustrelitz und das historische Amtsgericht in Feldberg. Und das Publikum kann außerdem mit abstimmen.

Das historische Amtsgericht in Feldberg fand neue Besitzer. Die sanierten das Haus mit viel Geschick. Jetzt gehört es zu den Favoriten zum diesjährigen Landesbaupreis.
Fischer Das historische Amtsgericht in Feldberg fand neue Besitzer. Die sanierten das Haus mit viel Geschick. Jetzt gehört es zu den Favoriten zum diesjährigen Landesbaupreis.

Preisgekrönt wurde das Neustrelitzer Kulturquartier gerade mit dem Architekturpreis des Bundes der Architekten. Auch das historische Amtsgericht in Feldberg bekam viel Anerkennung. Nun gehören beide Bauwerke zu den Favoriten für den diesjährigen Landesbaupreis. Den verleiht das Ministerium für Wirtschaft, Bau und Tourismus. Aus 52 Bewerbern sind insgesamt acht in die engere Wahl gekommen. Dabei wird in zwei Kategorien unterschieden. Einen Preis gibt es für eines von vier favorisierten Objekten mit einer Bausumme von mehr als einer Million Euro. Einen weiteren Preis erhält ein Objekt, deren Baukosten unter einer Million lagen. Das Feldberger Amtsgericht kennen viele Einwohner und Gäste noch als stark zerstörtes Haus, für das nur wenige noch Hoffnung hatten, dass sich der Zustand jemals ändern könnte. Doch es fanden sich mit den Schweizern Monica und Thomas Ehrsam neue Besitzer. Sie beauftragten einen Schweizer und den Feldberger Architekten Thomas Schlutt mit den Umbauarbeiten. Von Mai 2014 bis Juli 2015 wurde saniert und aus dem Amtsgericht wurde auf behutsame Art und Weise ein Wohnhaus. Das Ehepaar ist inzwischen von Zürich nach Feldberg gezogen. Jetzt gibt es berechtigte Hoffnung auf den Preis in der Kategorie „Bausumme bis eine Million Euro“, informiert das Ministerium.

Auch das Publikum ist gefragt

In die zweite Kategorie fällt das Kulturquartier. Die Alte Post in der Neustrelitzer Schlossstraße wurde von 2012 bis 2015 saniert. Dabei wurde sowohl das Gebäude der Alten Post als auch ein Teil des Gemäuers der herzoglichen Münze erhalten und durch einen Erweiterungsbau, der wie ein Implantat eingefügt wurde, ergänzt. In dem Kulturquartier befinden sich Bibliothek und Karbe-Wagner-Archiv. Folgen werden noch ein Empfang, das Stadtmuseum, ein Shop und ein Café. Die neue Dauerausstellung wird am 22. April eingeweiht, am 23. April gibt es den Tag der offenen Tür. Der rund 6,6 Millionen Euro teure Um- und Neubau des Gebäudes ist vom Architekturbüro Busmann & Haberer Berlin unter der Schirmherrschaft des Sanierungsträgers BIG-Städtebau betreut worden.

Aber nicht nur eine Jury aus Experten hat das Sagen, wenn es um die Preise geht. Auch das Publikum ist gefragt. Jeder, der dem Kulturquartier oder auch dem historischen Amtsgericht in Feldberg zu einem Publikumspreis verhelfen will, ist aufgefordert im Internet seine Stimme dafür abzugeben. Im Internetportal zum Landesbaupreis gibt es die Möglichkeit zur Abstimmung. Dies ist ab sofort und noch bis zum 15. Mai möglich.

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