Großaufgebot kontrolliert 11.500 Fahrzeuge:

2000 Polizisten machen Jagd auf Autoschieber

Vielen blieben die massiven Polizeikontrollen, die seit gut einer Woche auch in Vorpommern stattfanden verborgen. Mit einem Großaufgebot ging die Polizei an der polnischen Grenze in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern in den vergangenen Tagen gegen Grenzkriminalität vor.

So wie hier an der B110 bei Pinnow kontrollierten die Beamten flächendeckend Fahrzeuge in Nähe der deutsch-polnischen Grenze.
Anne-Marie Maaß So wie hier an der B110 bei Pinnow kontrollierten die Beamten flächendeckend Fahrzeuge in Nähe der deutsch-polnischen Grenze.

Rund 2000 Einsatzkräfte waren an der Aktion beteiligt. Vom 4. bis 11. Oktober kontrollierten sie 11.500 Fahrzeuge und 10.500 Personen. Insgesamt konnten entlang der deutschen Grenze dabei 141 Ordnungswidrigkeiten sowie 83 Straftaten festgestellt werden. Zudem erfolgten 42 Sicherstellungen.

Verstöße gegen das Waffengesetz

Darunter waren ganz unterschiedliche Vergehen vom Fahren ohne gültige Fahrerlaubnis, Fahren unter Drogeneinfluss aber auch Verstößen gegen das Waffengesetz - so wurde etwa in einem Wagen ein Schlagring gefunden - bis hin zu schweren Diebstählen. Im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Neubrandenburg wurden 2500 Fahrzeugen und 2851 Personen kontrolliert. Die eingesetzten 518 Polizeibeamten stellten dabei 31 Ordnungswidrigkeiten und 43 Straftaten fest.

In Penkun versuchte ein Pkw-Fahrer die Kontrollstelle zu durchbrechen. Dabei überschlug sich sein Mercedes, der erst zwei Stunden zuvor in Berlin entwendet wurde. Der polnische Fahrer, welcher unter Drogeneinfluss stand, versuchte anschließend noch verletzt zu Fuß zu fliehen. Er konnte jedoch durch die Beamten am Ende festgenommen werden. Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Neubrandenburg wurde der Beschuldigte aus dem Gewahrsam entlassen.

Audi Q5 geklaut

Auf der Autobahn 11, Höhe Pomellen, hatten die Einsatzkräfte während einer Kontrolle zudem zwei neuwertige Fahrräder aufgefunden, die zuvor in Bernau in Brandenburg entwendet wurden. Der Beschuldigte war zudem nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis. Ebenfalls in Pomellen wurde der polnische Fahrer eines Audi Q5 kontrolliert. Es stellte sich heraus, dass das Fahrzeug in Hamburg entwendet wurde. Im Kofferraum befanden sich mehrere entwendete amtliche Kennzeichen, die zur Fahndung ausgeschrieben waren.

Beteiligt waren an den Kontrollen neben dem Polizeipräsidium Neubrandenburg, auch das Polizeipräsidium Rostock, das Landeswasserschutzpolizeiamt, die Landesbereitschaftspolizeiamt, das Landeskriminalamt, das Landespolizeipräsidium Brandenburg, die Bundespolizei, das Hauptzollamt Stralsund und der KWP Stettin. 

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