Fremdenfeindliche Demo:

250 Menschen schließen sich den Rechten in Pasewalk an

Etwa 250 Teilnehmer haben an Sonntag in Pasewalk gegen die Flüchtlingspolitik demonstriert. Wie üblich trug die Kundgebung eine unverkennbar rechtsextreme Handschrift.

Etwa 250 Menschen demonstrierten in Pasewalk gegen die Flüchtlingspolitik. Die Demo trug erkennbar eine rechtsextreme Handschrift.
Christopher Niemann Etwa 250 Menschen demonstrierten in Pasewalk gegen die Flüchtlingspolitik. Die Demo trug erkennbar eine rechtsextreme Handschrift.

250 Demonstranten auf der einen Seite, ein paar pfeifende Gegendemonstranten auf der anderen Seite und 90 Polizisten, die für Sicherheit sorgten – Pasewalk erlebte am Sonntagabend eine weitere Demonstration gegen die gegenwärtige Flüchtlingspolitik. Angemeldet hatten die Zusammenkunft Personen, die zur rechten Szene gehören, zum Teil sogar NPD-Mitglieder sind. Bekannte regionalen NPD-Protagonisten fehlten deshalb auch nicht.

Auffällig war dieses Mal der extrem aggressive Tonfall bei der Kundgebung. Zur Zielscheibe der Angriffe seitens der Redner wurde vor allem die Pasewalker Bürgermeisterin Sandra Nachtweih. Ein Redner bezichtigte sie, nachts Flüchtlinge scharenweise in die Stadt zu karren. Dagegen müsste man „aus allen Richtungen feuern“. Es fielen auch Aufforderungen zum Anspucken. Gestört wurden die verbalen Attacken durch die Trillerpfeifen der Gegendemonstranten, die sich auf der Terrasse des früheren Landratsamtes aufhielten.

Ob die Reden möglicherweise strafbare Inhalte enthielten, stand am Abend noch nicht fest. Das werde geprüft, hieß es von der Polizei. Die Beamten zogen nach Abschluss der Kundgebung eine Fahne ein und sprachen einen Platzverweis aus. Weitere Vorkommnisse habe es nicht gegeben, hieß es.

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