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Abriss-Gegner blockiert Bauschutt-Container

Heimlich haben Arbeiter mit dem Abriss des  Eingangsportales des einstigen Schützenparkes begonnen. Das erzürnte die Abriss-Gegner. Einer von ihnen setzte sich spontan in den Bauschutt-Container und erwirkte kurzzeitig einen Abriss-Stopp.

Gegner des Abrisses des einstigen Eingangsportals des Schützenparkes versammeln sich, während Bauleute die ersten Steine in den Bauschutt-Container werfen.
Angela Stegemann Gegner des Abrisses des einstigen Eingangsportals des Schützenparkes versammeln sich, während Bauleute die ersten Steine in den Bauschutt-Container werfen.

Dietmar Kubica konnte nicht glauben, was er da sah: Als der ehemalige Pasewalker Stadtvertreter am Montag zufällig die Haußmannstraße entlangfuhr, beobachtete er, dass Bauleute begonnen hatten, das Eingangsportal des Schützenparkes  abzureißen. Dietmar Kubica setzte sich kurzentschlossen in den Bauschuttcontainer, um den Abriss zu boykottieren.

Die Polizei verwies den Abriss-Verhinderer von der Baustelle. Ansonsten habe er die Lohnkosten für die Bauleute zu tragen, hieß es.

Die fraktionslose Stadtvertreterin Heidrun Petruschke sagte: „Ich habe Widerspruch gegen den Beschluss der Stadtvertreter, das Portal abzureißen, eingelegt“. Auch Waltraud Gundlaff, die Ehefrau des ehemaligen Bürgermeisters Rainer Dambach, und dessen Mutter kamen zum Ort des Geschehens. Es war schließlich vor allem Dambachs Idee, das Eingangsportal in den Kita-Neubau einzubinden. Am Freitag hatte Waltraud Gundlaff beim Landkreis den Antrag gestellt, das Portal in die Denkmalliste aufzunehmen. Eine Antwort gibt es noch nicht.

Erste Bürger gesellten sich zu den Abriss-Gegnern. Stadtvertreterin Heidrun Petruschke rief erneut die Polizei, weil sie die Abrissgenehmigung sehen wollte. Zunächst stellte sich Freude ein, als die Polizei informierte, dass der Abriss gestoppt wurde. Doch Minuten später lange Gesichter: Bei der Polizei meldete sich das Stadt-Ordnungsamt und erklärte, dass der Abriss seine Richtigkeit habe, da die Stadtvertreter den Beschluss gefasst hätten.