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Abriss-Gegner kämpfen für Schützenpark-Portal

Erst einmal werden keine weiteren Steine vom einstigen Eingangsportal des ehemaligen Schützenparkes abgetragen. Die Abriss-Gegner wehren sich mit allen Mitteln.

Gestern flogen keine Steine mehr vom Portal in den Bauschutt-Container.
Angela Stegemann Gestern flogen keine Steine mehr vom Portal in den Bauschutt-Container.

Die Gegner des Abrisses des Eingangsportals des ehemaligen Schützenparkes machen mobil: Die Fraktionschefin der Initiative „Wir in Pasewalk“ (WIP), Gerhild Teßmann sagt: „Wir werden uns weitere Schritte vorbehalten“. Der Bauingenieur Andreas Hinz beantragte im Auftrag der WIP eine einstweilige Verfügung beim Verwaltungsgericht Greifswald, um den Abriss zu stoppen. Die Witwe des Ex-Bürgermeisters Rainer Dambach, Waltraud Gundlaff, stellte beim Landkreis den Antrag, das Eingangsportal in die Denkmalliste aufzunehmen. Und für Sonnabend von 10.30 bis 11 Uhr wurde eine Mahnwache vor dem Portal angemeldet.

Bürgermeisterin Sandra Nachtweih macht kein Geheimnis daraus, dass sie eine Befürworterin des Abrisses ist. „Ich verstehe die älteren Bürger, die mit ihren Erinnerungen an dem Portal hängen“, meint sie. Aber der Großteil des Gebäudes sei nun einmal weg.

Portal passt nicht zur Kita

Seit die Entscheidung getroffen wurde, dass die neue Kita aus Kostengründen nur eingeschossig gebaut werde, passe das alte Portal dort nicht mehr hin. „Die Stadtvertreter haben den Abriss mehrheitlich beschlossen und damit die Verwaltung mit dem Abbruch beauftragt“, meint sie.

Nach Auffassung der Bürgermeisterin sollte überlegt werden, wie man trotz eines Abrisses die Erinnerung an den einstigen Schützenpark wach hält. Das könnte so wie das Bild des einstigen Anklamer Tores an einer Giebelwand aussehen. Man könnte eine Tafel aufstellen oder ein Modell.