Ferngelenktes Fluggerät:

Drohnen liefern atemberaubende Luftbilder

Multicopter sind eine Mischung aus Mini-Hubschrauber und hochauflösender Foto- und Videokamera. Sie sind schnell, präzise und intelligent. Mit Ihnen lassen sich tolle Fotos und Videos machen.

Seit 2010 beschäftigt sich Thomas Moll aus Boock mit dem Modellflug von Multicoptern. Schon zu DDR-Zeiten hat er Flugmodelle gebaut.
Fred Lucius Seit 2010 beschäftigt sich Thomas Moll aus Boock mit dem Modellflug von Multicoptern. Schon zu DDR-Zeiten hat er Flugmodelle gebaut.

"Ja, ja, Sie wollen doch nur nackte Frauen auf dem Balkon fotografieren." Thomas Moll hört sich die Sprüche fast täglich an. Er nimmt es gelassen, antwortet mit Galgenhumor: "Seit fünf Jahren suche ich die nackte Frau auf dem Balkon, von der immer gesprochen wird. Ich habe sie noch nicht gefunden."

Thomas Moll ist passionierter Modellbauer. Seine Leidenschaft begann schon zu DDR-Zeiten. Doch im Jahr 2010 weitete er sein Hobby aus. Zu seinen bisherigen Modellen kamen Multicopter hinzu. Diese mit Kameras oder Videokameras ausgestatten Fluggeräte nutzt er nun privat und auch beruflich. 

Flüge müssen angemeldet werden

Für den Flug mit den Coptern hat er eine Aufstiegsgenehmigung vom Luftfahrtamt im Schweriner Energieministerium. Diese Genehmigung schreibt vor, an welche Gesetze und Regeln er sich zu halten hat. So darf er beispielsweise nicht über Menschenmengen fliegen und muss das Modell in Sichtweite steuern.

"Jeder gewerbliche Flug wird angemeldet. Dafür bekomme ich eine Zeitspanne zugewiesen", erklärt Thomas Moll. Für Film, Fernsehen und Firmen ist er schon geflogen. Etwa für das russische Unternehmen Gazprom. Das veranstaltete früher Fußball-Turniere im Berliner Olympiastadion und wollte die Spiele aus der Luft gefilmt haben.

Viele Einsatzbereiche für Drohnen

Will eine Privatperson Bilder von seinem Grundstück, informierte der Boocker die Leute in der Nachbarschaft, über deren Grundstücke geflogen wird. Kompromittierende Fotos und Aufnahmen sind für Thomas Moll Tabu.

Bis zu 80 Kilometer pro Stunde schnell sind die kleinen summenden Flieger. "Die Technik ist noch relativ neu. Aber sie hat sich in den letzten zwei Jahren rasant entwickelt. Noch ist einiges Zukunftsspinnerei. Aber vielleicht kann man damit später einmal Medikamente an Unfallorte bringen", überlegt Thomas Moll. Inspektionsflüge an Windkraftanlagen sind schon heute üblich.

Hier sehen sie eine Übung der Freiwilligen Feuerwehr Boock vom 3. Juli. Natürlich von oben.