Falscher Mauretanier:

Asylantrag von Strasburgs Randale-Marokkaner abgelehnt

Ein 41-jähriger pöbelnder und randalierender Asylbewerber sorgt seit Wochen in Strasburg für Unruhe. Sein Asylantrag wurde deshalb vordringlich geprüft – und jetzt abgelehnt. Der falsche Mauretanier, der in Wahrheit Marokkaner ist, will aber dagegen klagen.

Ende Februar randalierte der Marokkaner, der sich zunächst als Mauretanier ausgegeben hatte, betrunken im Strasburger Aldi-Markt und ging auf einen Kunden mit einer zerbrochenen Weinflasche los, bis Bürger ihn stoppten.
ZVG Ende Februar randalierte der Marokkaner, der sich zunächst als Mauretanier ausgegeben hatte, betrunken im Strasburger Aldi-Markt und ging auf einen Kunden mit einer zerbrochenen Weinflasche los, bis Bürger ihn stoppten.

Der in Strasburg straffällig gewordene 41-jährige Asylbewerber hat keine Chance auf Anerkennung als Flüchtling. Das hat das Schweriner Innenministerium auf eine kleine Anfrage der CDU-Landtagsabgeordneten Beate Schlupp mitgeteilt, die dem Nordkurier vorliegt. Demnach habe das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge entschieden, dass "die Zuerkennung der Flüchtlingseigenschaft beziehungsweise auf Asylanerkennung als offensichtlich unbegründet abgelehnt wird".

Dem Betroffenen wurde die Abschiebung angedroht, sollte er nicht in einem festgelegten Zeitraum Deutschland verlassen haben. Gleichzeitig, so das Ministerium, wird gegen den Mann wegen mehrerer Straftaten ermittelt, unter anderem wegen des Verdachts der Körperverletzung und des Diebstahls.

Anwalt eingeschaltet

Ob der 41-Jährige zeitnah abgeschoben wird, ist unklar und offen. Dies dürfte zum einen mit den Ermittlungen gegen ihn zu tun haben. Zum anderen hat der Mann einen Anwalt eingeschaltet, mit dessen Hilfe er gegen die Ablehnung seines Asylantrages vorgeht. Dies betätigt der Integrationsbeauftragte des Kreises, Ibrahim Al Najjar, ebenso wie ein Sprecher des Innenministeriums.

Aufenthaltsort unklar

Nach dessen Aussage soll es sich bei dem Mann übrigens doch nicht um einen Mauretanier handeln, sondern wie früher schon einmal berichtet tatsächlich um einen Marokkaner. Unklar ist der derzeitige Aufenthaltsort des Mannes.

In Strasburg soll er dem Vernehmen nach nicht mehr wohnen, hier aber des Öfteren auftauchen. Nach Einschätzung von Ibrahim Al Najjar stört das Auftreten des Mannes das Zusammenleben der Flüchtlinge mit den Einwohnern. "Man kann sich nur bei den Strasburgern entschuldigen", meint der Integrationsbeauftragte. Flüchtlinge müssten die Gesetze, die Kultur und die Normen des Zusammenlebens in Deutschland respektieren.

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