Aufregung bei Tierfreunden:

Trauerschwan ausgebüxt

Vielleicht hat er nur eine neue Partnerin gesucht, auf jeden Fall hat ihn nichts mehr in seinem Winterquartier im Storchenhof gehalten.

Da war es noch ein Paar. Von den zwei Trauerschwänen in Papendorf lebt nur noch einer. Und der war jetzt verschwunden.
Fred Lucius/Archiv Da war es noch ein Paar. Von den zwei Trauerschwänen in Papendorf lebt nur noch einer. Und der war jetzt verschwunden.

Jens Krüger war ratlos. Der Trauerschwan, der auf dem Storchenhof Papendorf sein Winterquartier hat - verschwunden. "Am Sonntag war er noch da. Man hört den Schwan ja auch. Der trompetet. Jetzt sogar etwas lauter als sonst, wahrscheinlich weil er seine Partnerin ruft", erklärt der Vereinsvorsitzende des Storchenpflegehofes.

Einer der beiden Schwäne, die die Gemeinde Papendorf geschenkt bekommen hat, war im Sommer aus unbekannten Gründen verstorben. Extra für das Paar wurde auf dem Dorfteich eine Schwanenhaus aufgebaut und das Gelände eingezäunt. Sein Winterquartier hat der verbliebene Trauerschwan auf dem Storchenhof. "Wegfliegen kann der eigentlich nicht. Die Flügel sind gestutzt. Und der Zaun ist zwei Meter hoch", rätselte Jens Krüger über den Verbleib des Tieres.

Am Nachmittag konnte er dann Entwarnung geben. Zwischen dem Grundstück des Storchenhofes und dem Nachbargrundstück entdeckte der Papendorfer den Schwan in einer Hecke. "Da sind wir morgens auch schon lang und haben nachgesehen. Der ist ja nicht weiß, deshalb sieht man ihn schlecht. Dass wir ihn jetzt gefunden haben, ist Zufall. Der muss irgendwie über ein schräges Zaunstück gekommen sein. Wie, ist mir immer noch ein Rätsel. Schön, dass er wieder da ist", zeigt sich Jens Krüger erleichtert. Auch Bürgermeister Dietmar Großer ist froh. "Wir wollen für den Schwan wieder einen Partner besorgen. Wenn der zweite jetzt verschwunden geblieben wäre, hätten wir zwei besorgen müssen", sagt Dietmar Großer.

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