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Ballon geht erst in Lettland die Luft aus

Kann ein mit Helium gefüllter Luftballon fast 800 Kilometer weit von Pasewalk bis nach Lettland fliegen? Geht nicht? Geht doch.

Solche Post bekommt Jens Riemer selten.
Angela Stegemann Solche Post bekommt Jens Riemer selten.

Als Jens Riemer von seinen Sparkassen-Kollegen hörte, dass eine Postkarte aus Lettland eingetroffen sei, dachte er an einen Scherz. Ein Luftballon kann doch wohl nicht so weit fliegen, dachte Riemer. Dachte er. Nun wurde er eines Besseren belehrt.

Was hatte es mit der Postkarte eigentlich auf sich? Am 25. April startete die Sparkasse eine Luftballon-Aktion. Zu ihrem 180. Geburtstag ließen sie 180 rote Luftballons steigen. Jeder Ballon war mit einem Postkärtchen versehen.

Die Idee dahinter: Die ersten zehn Kärtchen-Finder, die die Postkarten zurück an die Sparkasse schickten, sollten 180 Euro gewinnen. Und zwar nicht für sich, sondern für einen Verein ihrer Wahl.

Weitflug von Luftballons nicht unüblich

Mit einer ausgefüllten Karte aus Lettland hätte wohl niemand gerechnet. Doch einer der Luftballons hatte es tatsächlich bis über die Ostsee geschafft. Frau Biruta Vilmane aus Jaunjelgava (ehemals Friedrichstadt) fand den Ballon. Jaunjelgava liegt 80 Kilometer südöstlich der lettischen Hauptstadt Riga. „785 Kilometer legte der Ballon zurück“, rechnete Fachbereichsleiter Jens Riemer aus.

Nun will die Sparkasse der Absenderin ein Geschenkpaket zukommen lassen.

Dass Helium-Luftballons viele hundert Kilometer zurücklegen ist übrigens nicht unüblich. Abhängig von Material und Füllgröße erreichen Ballons eine Schwebezeit von mehr als einer Woche und eine Steighöhe von 16 Kilometern und mehr.