Versteigerung:

Bietergefecht um Löcknitzer Bahnhof

Der Löcknitzer Bahnhof wurde versteigert. Für den Schnäppchenpreis von 30 500 Euro wechselte das Gebäude den Besitzer. Für die Zukunft des Bahnhofs gibt es nun mehrere Optionen.

Der Löcknitzer Bahnhof wurde für 30 500 Euro versteigert. Was nun mit dem Gebäude geschieht, ist noch ungewiss.
Sebastian Kühl Der Löcknitzer Bahnhof wurde für 30 500 Euro versteigert. Was nun mit dem Gebäude geschieht, ist noch ungewiss.

„Es war ein hartes Bietergefecht“, sagt Torsten Schneider. Er war für das Auktionshaus Karhausen im Meistersaal im Borsigturm in Berlin-Tegel vor Ort. Dort wurde jetzt der Löcknitzer Bahnhof im Rahmen einer privaten Grundstücksauktion versteigert. Das Auktionshaus bot den Bahnhof im Auftrag des Finanzinvestors Patron Capital zur Versteigerung an. Das britische Unternehmen hatte von der Deutschen Bahn gleich paketeweise alte Bahnhöfe übernommen.

Das Mindestgebot für den Löcknitzer Bahnhof lag bei 22 000 Euro. Nach einem kurzen, aber heftigen Hin und Her erfolgte der Zuschlag bei 30 500 Euro. Über den neuen Eigentümer machte das Auktionshaus keine konkreten Angaben. „Wir haben schon zahlreiche Bahnhöfe versteigert“, so Torsten Schneider. Wie es nun für den Löcknitzer Bahnhof weitergeht, kann er aber nur vermuten. „Wir wissen nicht, ob da jetzt was in Richtung Sanierung gemacht wird. Nach meiner Erfahrung gibt es aber vor allem zwei Varianten. Entweder, der neue Eigentümer lässt alles, wie es ist, und kassiert einfach nur die Miete, oder er beantragt eine Umnutzung.“ Ein entsprechender Antrag müsse aber seitens des Eigentümers beim Bundeseisenbahnvermögen gestellt werden, da der Bahnhof Teil der Bahnanlagen sei und nicht umgewidmet wurde. Was aus dem Löcknitzer Bahnhof wird, bleibt also vorerst abzuwarten.

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