Umweltverschmutzung:

Blaue Brühe: Wird hier ein See vergiftet?

Bahnt sich in den Vernässungsflächen des Galenbecker Sees ein Umweltskandal an? Offenbar haben dort Unbekannte eine stinkende Flüssigkeit entsorgt.

Handelt es sich um einen giftigen Schlamm, der in die Vernässungsflächen eingelassen wurde? Das Umweltamt prüft derzeit den Sachverhalt.
Leserfoto Handelt es sich um einen giftigen Schlamm, der in die Vernässungsflächen eingelassen wurde? Das Umweltamt prüft derzeit den Sachverhalt.

Der Galenbecker See ist seit Jahrzehnten ein international bekanntes Vogelschutzgebiet. Desto erschreckender ist eine Entdeckung, die Michael T. machte: Bei einem Besuch der Vernässungsflächen stellte er fest, dass sich zwischen Heinrichswalde und Fleethof möglicherweise etwas Schlimmes anbahnt. „Unbekannte haben dort an einer zugänglichen Stelle zum Deich eine mir unbekannte Brühe in den Polder entsorgt. Die Schlammmasse stinkt bestialisch und ist schon im Auto beim Vorbeifahren wahrzunehmen. Die türkisblaue Masse verteilt sich nun langsam im gesamten Polder“, teilte der Mann der Redaktion mit.

„Für das sensible Vogelschutzgebiet Galenbecker See mit seiner artenreichen Vogelwelt ist das aus meiner Sicht ein gravierender Eingriff und kein Kavaliersdelikt mehr. Dieser Vorgang sollte unbedingt von den zuständigen Ämtern gründlich untersucht werden und gegebenenfalls zur Anzeige gebracht werden. Der oder die Täter sollten unbedingt zur Rechenschaft gezogen werden“, sagte Michael T.

Der Nordkurier hat den Sachverhalt an die Kreisverwaltung Vorpommern-Greifswald geleitet. „Die Mitarbeiter des Umweltamtes werden sich des Themas annehmen, die Situation in Augenschein nehmen und mögliche Ursachen oder Verursacher prüfen“, teilte Kreissprecher Achim Froitzheim mit.