Mit Vollgas in Richtung Polen:

Bundespolizei legt Fälschern das Handwerk

Mit gefälschten Kennzeichen wollte ein Geschwisterpaar ein in Deutschland gekauftes Auto nach Polen bringen. Ein Fluchtversuch scheiterte, danach spielten Fahrer und Beifahrerin "Bäumchen wechsle dich".

Mit diesen gefälschten TÜV- und Zulassungsplaketten wurde am Mittwoch ein polnischer Autofahrer an der Grenze gestellt.
Bundespolizei Mit diesen gefälschten TÜV- und Zulassungsplaketten wurde am Mittwoch ein polnischer Autofahrer an der Grenze gestellt.

Alles sah nach Routine aus, als eine gemischte Streife der Bundespolizei sowie des polnischen Grenzschutzes am Dienstagabend gegen 21.30 Uhr einen VW Touran auf der Autobahn 11 kurz vor dem Grenzübergang Pomellen kontrollieren wollte.

Der Fahrer des  Wagens folgte zunächst auch den Anhaltesignalen der Polizisten, doch dann gab er Vollgas in Richtung Polen. Er kam jedoch nicht weit. Kurz hinter der polnischen Grenze wurde er gestellt. Zum Erstaunen der Beamten befand sich auf dem Fahrersitz jetzt eine Frau.

Plötzlicher Fahrerwechsel

Der Fahrer saß mittlerweile auf dem Rücksitz des Autos. Der Grund für den Fahrerwechsel wurde schnell klar: Der Mann war nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis. Bei der Kontrolle des VW Touran wurde zudem festgestellt, dass das Kennzeichen eigentlich für einen Toyota Avensis ausgegeben wurde. Die Zulassungs- und TÜV-Plaketten waren gefälscht.

Die beiden Geschwister aus dem polnischen Lebork hatten das Fahrzeug in Deutschland gekauft. Gegen den 34-Jährigen leiteten die Bundespolizisten ein strafrechtliches Ermittlungsverfahren ein – wegen des Verdachts der Urkundenfälschung, des Kennzeichenmissbrauchs, des Fahrens ohne Fahrerlaubnis sowie des Verstoßes gegen das Pflichtversicherungsgesetz.

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