Sozialberatung im Auto :

Das CariMobil hilft bei Ärger mit Behörden

Zweimal die Woche fährt die Caritas mit einem ziemlichen Haufen Formularen durch die Uecker-Randow-Region. Im „CariMobil“ vor ihrer Haustür können Menschen Leistungen beantragen – vom Kinder- bis zum Wohngeld. Noch ist das Ganze ein Projekt auf Zeit.

Im CariMobil ist Ute Liebegut (links) als Beraterin tätig. Sie informiert, wie und wo Bürger unter anderem Kindergeld und Wohngeld beantragen können. Hannelore Witt nutzte das Beratungsangebot.
Denny Kleindienst Im CariMobil ist Ute Liebegut (links) als Beraterin tätig. Sie informiert, wie und wo Bürger unter anderem Kindergeld und Wohngeld beantragen können. Hannelore Witt nutzte das Beratungsangebot.

Einst fuhr der weiße Transporter als mobiler Behandlungsraum durch Berlin. Ein Arzt konnte Hilfesuchende, wo immer sie in der Stadt waren, versorgen. Inzwischen werden in dem Auto ganz andere Fälle behandelt. Wer in den Transporter steigt, hat meistens Geldsorgen. Auf dem Auto steht nun „CariMobil“, statt durch Berlin fährt es zweimal die Woche durch die Uecker-Randow-Region, und statt eines Arztes kümmert sich Ute Liebegut um die Menschen, die kommen.

Zum Beispiel um Hannelore Witt. Sie und ihr Mann sind Aufstocker: Sie erreichen das Mindesteinkommen nicht. Ihr Mann bekommt seinen Lohnzettel häufig zu spät, außerdem ist sein Gehalt nicht immer gleich, sagt sie. Die Gehaltsschwankungen brachten den Witts eine Rückzahlungsforderung des Jobcenters ein. Das Geld dafür haben sie nicht, sagt Hannelore Witt. Deshalb ist sie vor einiger Zeit zu Ute Liebegut ins CariMobil gestiegen. Die hat ihr geholfen, Widerspruch gegen die Forderung einzulegen.

Hier gibt es alle möglichen Anträge

Im CariMobil gibt es alle möglichen Anträge auf Leistungen, die man beantragen kann, vom Kinder- übers Wohngeld bis zur Erwerbsunfähigkeitsrente. Und Ute Liebegut hilft jedem, der zu ihr kommt, das Amtssprech- und Beamtendeutsch dieser Formulare zu verstehen.

Betrieben wird die mobile Beratung von der Pasewalker Caritas, finanziert wird es noch bis Ende nächsten Jahres von einer Stiftung. Solange ist auch Ute Liebegut angestellt. Ob genug Menschen das CariMobil besuchen und ob sich ein neuer Träger findet, wird sich Mitte 2015 zeigen.

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