Karnevalsumzug mit Einschränkungen:

"Das ist pure Schikane und macht das Ehrenamt kaputt"

Die Penkuner Karnevalisten sollen zum Faschingsumzug am 11.11. eine andere Strecke laufen als sonst in den Jahren. Das finden die Penkunern gar nicht spaßig. Es gibt immer mehr Einschränkungen für das Ehrenamt, monieren sie.

Noch hat es Götz Grünberg, Präsident des Penkuner Karnevalclubs, nur mündlich. Die Schuhstraße in Penkun darf der Verein für den Umzug am 11. 11. nicht nutzen.
Fred Lucius Noch hat es Götz Grünberg, Präsident des Penkuner Karnevalclubs, nur mündlich. Die Schuhstraße in Penkun darf der Verein für den Umzug am 11. 11. nicht nutzen.

Die Penkuner Schuhstraße ist für den diesjährigen Karnevalsumzug in Penkun tabu. Das hat Götz Grünberg, Präsident des Karnevalclubs (PKC), bislang noch nicht schriftlich. Aber bei einem Vor-Ort-Termin in der Stadt mit den Vertretern der Verkehrsbehörde des Landkreises und der Polizei ist ihm bereits mitgeteilt worden, dass diese Straße als Teil der Landesstraße nicht benutzt werden darf und eine andere Strecke für den Umzug gelten soll. „Was kommt als Nächstes?“, fragt Grünberg und verweist darauf, dass die Vereinsmitglieder 2013 das Amt Penkun nicht mehr wie üblich „erstürmen“ konnten, weil es geschlossen war. Wäre es offen gewesen, hätte der PKC für die Nutzung zahlen müssen.

"Ein Angriff aufs Ehrenamt"

Und nun die Straßensperrung. „Ist das verhältnismäßig. Und wer legt das fest? Wir finden, es ist ein Angriff aufs Ehrenamt“, sagt der PKC-Präsident und meint, dass der Verein eigentlich gar keinen Antrag – wie getan – für den Umzug stellen müsste. Schließlich seien kleinere örtliche Brauchtumsveranstaltungen nicht erlaubnispflichtig. Und dazu zähle nun einmal der Karneval in Penkun. Womöglich würden Gesetze eine Straßensperrung legitimieren. Man könne diese Gesetze aber auch großzügig und angemessen auslegen.

Grünberg: „Es sind viele Leute erbost, weil einem Knüppel zwischen die Beine geworfen werden. So demontiert man das Ehrenamt. Und wenn wir das jetzt abwürgen, haben wir in 20 Jahren keine Vereine mehr.“ Denn nach Ansicht des PKC-Präsidenten sind nicht nur die Karnevalisten in Penkun, sondern auch die Feuerwehr, die Schalmeienkapelle, der Museumsverein oder die Oldtimer-Freunde betroffen. „Es geht ums Prinzip. Und die Frage, lassen wir uns alles gefallen?“, sagt Grünberg und befürchtet, dass die Zahl der Veranstaltungen abnehmen wird, wenn es hier keine positive Entwicklung gibt. Mit Sorge blickt er zudem bereits auf die 775-Jahr-Feier in Penkun im kommenden Jahr. Kosten für eine mögliche Umleitung könne niemand tragen. Für den 11.11. behält sich der Präsident des Karnevalclubs vor, eine Demonstration in der Stadt anzumelden.

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